{f:if(condition: file.alternative, then: '{f:if(condition: '{file.alternative}', then: ' {file.alternative}', else: '{file.name}')}', else: 'Bild fehlt')}

Glossar

Die wichtigsten Finanzbegriffe einfach erklärt

A

Auszahlung

Verteilung liquider Mittel anteilig an die Anleger. Handels- und steuerrechtlich handelt es sich bei Auszahlungen um Entnahmen.

AIF

Alternativer Investmentfonds

Unser Erklärvideo zum Thema Alternative Investmentfonds finden Sie hier:

Aus dem Inhalt:

  • Übersicht über verschiedene Anlagearten mit Risiko und Rendite: Bank, Aktien, AIF.
  • Investition in Sachwerte - wie funktioniert das?
  • Wer darf einen AIF auflegen? Regulation durch die BaFin
  • Erlöse, Laufzeiten und Anlagesummen von Sachwertinvestments
  • Auszahlungen
  • Die 3 größten Vorteile eines Alternativen Investmentfonds

AIFM

Alternative Investment Fund Manager Directive, eine EU-Richtlinie zu Managern alternativer Investmentfonds

All-Risk-(Sach-)Versicherung

Besonders weitgehende Form der Versicherungsdeckung. Die versicherten Gefahren – besser gesagt: die daraus resultierenden Haftpflichtansprüche – sind bei einer All-Risk-Deckung nicht abschließend benannt.

Diese Regelung ist für den Versicherten von Vorteil. Versichert ist demnach alles, was nicht explizit ausgeschlossen wurde.

B

BaFin

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

C

Compliance

Einhaltung von Regeln in Form von Recht und Gesetz bzw. Richtlinien oder freiwilligen Kodizes („Regeltreue“, „Regelkonformität“)

D

Due Diligence

Eine mit gebotener Sorgfalt durchgeführte Risikoprüfung

E

EURIBOR

European Interbank Offered Rate ist der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft

Extended-Coverage-Versicherung

Extended Coverage = erweiterte Deckung; Versicherung zur Abdeckung von Schäden aus Gefahren, die die Feuerversicherung nicht deckt. Dabei handelt es sich um die Gefahren politischer Risiken (u. a. Aussperrung, böswillige Beschädigungen, innere Unruhe, Streik etc.)

F

FATCA

Foreign Account Tax Compliance Act US-Gesetz, das in den USA steuerpflichtige Naturalpersonen und Unternehmen mit Sitz außerhalb der USA zur Mitteilung steuererheblicher Daten, insbesondere von Auslandskonten gegenüber den US-Steuerbehörden verpflichtet.

FF&E

Furniture, Fixtures and Equipment: Möbel, Einrichtungen und Ausstattung

Franchising

Kooperation, bei der der Franchisegeber dem Franchisenehmer ein Geschäftskonzept zur entgeltlichen Nutzung überlässt

G

Geschlossene Immobilienfonds

Geschlossene Immobilienfonds sind eine Kategorie geschlossener Fonds. Es handelt sich dabei um Vermögensverwaltungsgesellschaften, bei denen Anleger über Anteile an einer Immobilieninvestition teilnehmen.Der Investitionsbetrag, die Bedingungen und die ungefähre Laufzeit der Immobilieninvestition sind im Voraus bekannt.

Darüber hinaus ist die Anzahl der Anleger auf das zu investierende Kapital begrenzt. Sobald Kapitalzusagen in Höhe des erforderlichen Fondsvolumens eingegangen sind, wird der Fonds geschlossen und es werden keine neuen Anleger zugelassen. Die Laufzeit von geschlossenen Immobilienfonds beträgt in der Regel 10 bis 20 Jahre. Geschlossene Fonds sind deutlich weniger liquide als offene Immobilienfonds. Der Emittent ist nicht verpflichtet, Anteile zurückzugeben. Anleger, die frühzeitig aussteigen möchten, können ihre Anteile auf dem Sekundärmarkt verkaufen.

Die Mindestanlagesumme bei geschlossenen Immobilienfonds liegt nicht unter 5.000 €.

Anleger in geschlossene Immobilienfonds sind häufig vermögende Privatpersonen, da die Mindestinvestition  5.000 EUR beträgt. 

Während der Laufzeit des geschlossenen Immobilienfonds erhalten die Anleger in der Regel Ausschüttungen aus den Mietüberschüssen von Immobilien.

H

Halbjahresbericht

Kapitalanlagegesellschaften (KAG) müssen über ihre Fonds regelmäßig Bericht erstatten. Dies geschieht in der Regel zweimal im Jahr, mit dem Halbjahresbericht zur Mitte des Geschäftsjahres und dem Jahresbericht zum Ende des Geschäftsjahres. Die Veröffentlichung der Berichte erfolgt öffentlich im Bundesanzeiger, muss aber den Anleger zusätzlich zugänglich gemacht werden. Der Verkaufsprospekt des Fonds enthält die Information, wo der Anleger die Berichte abrufen kann.

Die Inhalte eines Halbjahresberichts regelt das Investmentgesetz (InvG). Danach müssen laut §44 InvG Halbjahresberichte u.a. die folgenden Informationen bereitstellen:

  • eine Vermögensaufstellung der zum Sondervermögen gehörenden Vermögensgegenstände sowie der Verbindlichkeiten aus Kreditaufnahmen, Pensionsgeschäften, Wertpapier-Darlehens-Geschäften und der sonstigen Verbindlichkeiten.
     
  • Der Wert des Sondervermögens ist anzugeben.
     
  • Es ist anzugeben, inwieweit zum Sondervermögen gehörende Vermögensgegenstände Gegenstand von Rechten Dritter sind
     
  • die während des Berichtszeitraums abgeschlossenen Geschäfte, die Finanzinstrumente zum Gegenstand haben, Pensionsgeschäfte und Wertpapier-Darlehen, soweit sie nicht mehr in der Vermögensaufstellung erscheinen.
     
  • Die während des Berichtszeitraums von Sondervermögen nach §112 getätigten Leerverkäufe in Wertpapieren sind unter Nennung von Art, Nennbetrag oder Zahl, Zeitpunkt der Verkäufe und Nennung der erzielten Erlöse anzugeben
     
  • die Anzahl der am Berichtsstichtag umlaufenden Anteile und der Wert eines Anteils gemäß §36 Abs.1 Satz 2
     
  • die von der Kapitalanlagegesellschaft beschlossene Verwendung der Erträge des Sondervermögens, wenn für das Halbjahr Zwischenausschüttungen erfolgt oder vorgesehen sind

Mit Hilfe dieser Informationen soll sich der Anleger ein umfassendes Bild über die finanzielle Situation des Fonds machen können.

I

Institutionelle Investoren

Nicht alle Investoren sind Privatanleger, die als natürlich Person handeln und im eigenen Auftrag Aktien und Anleihen kaufen und verkaufen. Institutionelle Investoren sind große Unternehmen, die Wertpapiere in großem Umfang handeln, normalerweise im Auftrag von Einzelpersonen.
Zu den institutionellen Anlegern zählen z.B.

  • Versicherungsunternehmen
  • Banken
  • Investmentfonds
  • Stiftungen
  • Kirchen
  • Pensionskassen


Investitionen durch institutionelle Anleger machen den größten Teil der Geschäfte auf dem Investment-Markt aus.

Institutionelle werden nach dem Wertpapier Handelsgesetzt als professionelle Kunden klassifiziert, was Auswirkungen auf den Anlegerschutz hat. Dadurch, dass professionelle Kunden häufig und/oder große Summen investieren wird davon ausgegangen, dass sie über weitreichende Informationen und Erfahrungen zum Investmnentmarkt verfügen und die mit ihren Anlageentscheidungen verbundenen Risiken angemessen beurteilen können.

J

Jahresbericht

Das Investmentgesetzt legt fest, dass Investmentgesellschaften einmal jährlich - zum Ende des Geschäftsjahres- einen Jahresbericht zu erstellen hat. In diesem Jahresbericht legt die Investmentgesellschaft Rechenschaft über die von ihr aufgelegten Fonds ab. Bevor der Jahresbericht veröffentlicht wird, muss dieser von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer überprüft werden.

Das Ziel eines Jahresberichtes ist es, die Anleger umfassend mit Informationen über ihre Geldanlage zu versorgen und zugleich über die Riskiken aufzuklären. Der Jahresbericht gehört auch zu den Dokumenten, die einem interessierten Anleger VOR der Investition zusätzlich zum Verkaufsprospekt vorgelegt werden müssen. 

Zu den Informationen im Jahresbericht für Fonds gehören:

  • eine Vermögensaufstellung
  • Aufwands- und Ertragsrechnung
  • Informationen zur Ausschüttung
  • Information über die Entwicklung des Fondsvermögens

Ein umfassender Jahresbericht enthält zudem Informationen über die Entwicklung des Kapitalmarkts allgemein und bezogen auf den Investmentfonds. Weiterhin informiert er über die Wertentwicklung des Fonds im Vergleich zu einem Index , an dem sich der Fonds orientiert.
 

Als Anbieter von Alternativen Investmentfonds veröffentlicht die Dr. Peters Group für ihre bisher aufgelegten AIF Jahresberichte. Diese Reporte informieren detailliert über den Verlauf und die Wertentwicklung der Beteiligungen. Sie enthalten zudem einen Lagebericht und den kompletten Jahresabschluss inklusive Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung.

K

Kapitalverwaltungsgesellschaft / KVG

Kapitalverwaltungsgesellschaft

KARBV

Verordnung über Inhalt, Umfang und Darstellung der Rechnungslegung von Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften sowie über die Bewertung der zu dem Investmentvermögen gehörenden Vermögensgegenstände

L

Leverage

Hebeleffekt, darunter wird die Hebelwirkung der Finanzierungskosten des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalverzinsung verstanden

M

Magisches Dreieck der Vermögensanlage

Das Magische Dreieck der Vermägensanlage (auch Magisches Dreieck der Geldanlage) visualisiert den Zusammenhang zwischen Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit der investierten Mittel. Eine ausführlichere Erklärung finden Sie auf unserer Webseite im Bereich Kapitalanlagen

N

Nettoinventarwert

Wert des Fondsvermögens: Vermögensgegenstände abzüglich bestehender Schuldpositionen

O

Ombudsstelle für Sachwerte und Investitionsvermögen

Bei der Ombudsstelle für Sachwerte und Investitionsvermögen e.V. handelt es sich um eine private Verbraucherschlichtungsstelle im Finanzbereich. Sie existiert seit 2008 und ist die zentrale Anlaufstelle für Beschwerden von Anlegern im Zusammenhang mit ihren Beteiligungen an geschlossenen Investmentvermögen und geschlossenen Fonds. Mittels eines Ombudsverfahrens können hier individuelle Streitfälle  objektiv und unbürokratisch geschlichtet werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Ombudsstelle.

P

Prime Broker

Finanzdienstleister, welche ganz oder überwiegend auf die Bedienung von Hedgefonds ausgerichtet sind.

Publikums-AIF/ Publikums-Investmentfonds

Alternativer Investmentfonds, der sich an Privatanleger richtet

p.a.

per annum = pro Jahr

Q

quartalsweise Ausschüttung

Für Kapitalanleger spielt die Ausschüttung eines Fonds eine bedeutende Rolle. Ausschüttungen sind ein beliebter Weg für Anleger, die eigene Ertragsbasis zu erweitern. Über die ausgeschütteten Erträge kann der Anleger frei verfügen. Investmentfonds bieten üblicherweise eine jährliche Ausschüttung der erwirtschafteten Erträge, einige ausgewählte Fonds bieten Anteilsklassen an, die monatlich, viertel- oder halbjährlich einen prozentual festgelegten Betrag ausschütten. Im Falle einer quartalsweisen Ausschüttung wird seitens der Kapitalanlagegesellschaft viermal jährlich (sprich vierteljährlich) eine Ausschüttung vorgenommen.

R

RevPar

Revenue per available room (deutsch: Erlös pro verfügbarer Zimmerkapazität), Logiserlös pro verfügbarem Zimmer

S

Share Deal

Kauf- und Übertragungsvertrag über gesellschaftsrechtliche Beteiligung/ Anteile an der zum Verkauf stehenden Gesellschaft.

T

Tippgeberprovision

Bei der Tippgeberprovision handelt es sich um eine Provision, die Finanzanlagenvermittler für die Investition Ihres Klienten in ein empfohlenes Anlageprodukt vom auflegenden Unternehmen erhalten. Bei Fonds und Zertifikaten wird die Abschlussprovision „Ausgabeaufschlag“ oder auch „Agio“ genannt. Die Provision richtet sich prozentual nach der Höhe des investierten Kapitals.

U

Unternehmensanleihen

Unternehmen brauchen ständig Geld, um wachsen oder investieren zu können. Die Ausgabe von (Unternehmens-) Anleihen ist dann ein beliebter Weg, um neues Geld zu sammeln. Eine andere Möglichkeit, an Geld zu kommen, besteht darin, das Unternehmen an der Börse zu notieren. Dies hat für das Unternehmen den Nachteil, dass (ein Teil) der Aktien des Unternehmens in die Hände von Anlegern fällt. Dies ist bei Anleihen nicht der Fall.

Die Investition in Unternehmensanleihen - auch Corporate Bonds genannt- ist in der Regel weniger riskant als eine Investition in Aktien eines Unternehmens. Anleihen haben eine feste Laufzeit. Am Ende der Laufzeit erhalten Sie als Investor Ihre Investition zurück, wenn das Unternehmen nicht bankrott gegangen ist. Darüber hinaus werden Anleihegläubiger im Insolvenzfall früher als Aktionäre bezahlt. Infolgedessen erhalten Sie möglicherweise einen Teil Ihrer Investition zurück. Als Anleger erhalten Sie auch regelmäßig Zinsen auf Ihre Anleihen.

Anleihen ausgebende Unternehmen  werden von speziellen Ratingagenturen in verschiedene Risikoklassen unterteilt. 

Unternehmen mit einem Rating von BBB oder höher gelten als sicherer. Anleihen mit einem Rating von BB oder darunter gelten als riskanter. Je höher das Risiko, desto höher die erwartete Rendite.

V

Verkaufsprospekt

Sowohl für offene als auch für geschlossene Investmentfonds besteht in Deutschland eine Prospektpflicht.
Dieser sogenannte Verkaufsprospekt muss dem potenziellen Anleger vor Kauf von Anteilen zusammen mit den Wesentlichen Anlegerinformationen sowie einem Jahresbericht der Fondsgesellschaft kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Verkaufsprospekt enthält alle wesentlichen Informationen, die für die Beurteilung der Anlage in den Investmentfonds wichtig sind. Verkaufsprospekte können einen erheblichen Umfang (50 - 100 Seiten oder mehr) erreichen. 
Wichtige Angaben sind z.B.

  • Kosten
  • Anlagestrategie und -grundsätze
  • Laufzeit
  • Risikoprofil
  • Anlegerprofil

Bevor ein Verkaufsprospekt potenziellen Anleger präsentiert werden darf, wird er von der BaFin noch einmal gründlich auf Vollständigkeit, Widerspruchsfreiheit und Verständlichkeit überprüft. 

W

Wesentliche Anlegerinformation

Die Wesentlichen Anlegerinformationen (auch KID von  'Key Information Document') bietet einen standardisierten Überblick über die Hauptmerkmale, Risiken und Kosten eines Investments, sodass Privatanleger diese problemlos miteinander vergleichen und entscheiden können, ob sie in dieses Produkt investieren möchten.

In den Wesentlichen Anlegerinformationen informieren Sie unter anderem über:

  • Die Ziele und Anlagepolitik des Investmentfonds 
  • Das Risiko- und Ertragsprofil
  • Die Kosten (einmalige Kosten, jährliche Kosten, Aufführungsgebühr)
  • Die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse
  • Praktische Information

Seit Juli 2012 sind Fondsgesellschaften verpflichtet, die Wesentlichen Anlegerinformationen zusätzlich zum Verkaufsprospekt auszustellen. Das Dokument muss präzise und verständlich formuliert sein und soll nicht länger als 2 Seiten sein. Für alle Investmentfonds in Europa ist die Erstellung eines KID nach den zuvor genannten Anforderungen Pflicht, so können Anleger die Fondsparameter auch europaweit besser vergleichen.

Z

Zinsschranke

Bei der Zinsschranke handelt es sich um ein Element der Unternehmensbesteuerung in Deutschland.
Sie regelt die Beschränkung des Betriebsausgabenabzugs von Zinsaufwendungen bei gewerblichen Unternehmen.

(Zins-)Derivat

Ein (Zins-)Derivat ist ein Termingeschäft, dessen Wert sich von einem Zinssatz oder einer anderen zinsbezogenen Größe als Basiswert ableitet.