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Internationale Schifffahrt ist sicherer geworden

2017 gab es 4 Prozent weniger Schiffsunfälle und Totalschäden als 2016. Zu diesem Ergebnis kommt die Allianz Global Corporate & Speciality SE in ihrer Analyse „Safety & Shipping Revue 2018“. In einem Zeitraum von zehn Jahren seien die Schiffsverluste sogar um 38 Prozent gefallen.


Fast ein Drittel der Schifffahrtsverluste gab es im vergangenen Jahr in den Gewässern um Südchina, Indochina, Indonesien und den Philippinen. Die Region wird von Branchenkennern als „neues Bermudadreieck“ bezeichnet. Für die meisten Verluste waren heftige Unwetter verantwortlich.


Die meisten der im vergangenen Jahr verlorenen Schiffe sind gesunken (61) oder gestrandet (13). Die deutsche Handelsflotte war nicht betroffen – der letzte Verlust datiert laut den Spezialversicherern auf Januar 2015. „Der langfristige Abwärtstrend bei den Totalverlusten setzt sich fort. Verbesserungen im Schiffsdesign sowie die positiven Folgen von Sicherheitsvorschriften und Risikomanagement an Bord führten zuletzt zu vergleichsweise moderaten Versicherungsschäden“, resümiert Volker Dierks, der für die Schiffsversicherung durch die AGCS in Zentral- und Osteuropa verantwortlich zeichnet. Entwarnung will er aber nicht geben. Er sieht weitere Gefahren für „technisch bedingte Schäden durch Cyberereignisse oder technische Defekte“.