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Deutsches Maritimes Zentrum als „Denkfabrik für die Schifffahrt“

Das Deutsche Maritime Zentrum (DMZ) soll keine neue Behörde werden und auch kein Super-Verband, der für alle in der Branche sprechen könnte. Eher eine Art Denkfabrik, die sich die langfristigen Trends und Entwicklungen in der Schifffahrt, beim Schiffbau und in den Häfen ansieht und Herausforderungen benennt und analysiert. „Ein Beispiel wäre das autonom fahrende Schiff ohne Besatzung“, sagte Wolfgang Sichermann, Geschäftsführer des DMZ, der dpa. Ein großes Thema in der Branche. Die Werften schauen darauf unter dem Aspekt der technischen Entwicklung, die Reeder auf den laufenden Schiffsbetrieb und die Häfen auf die Sicherheit und Infrastruktur. „Wir werden versuchen, einen 360-Grad-Blick zu entwickeln“, meint er.

 

Viele Dinge gehören in der Branche zusammen, werden aber oftmals einzeln gesehen. Um Antworten auf die Zukunftsfragen zu finden, sucht Sichermann rund ein Dutzend Experten, aus der Praxis ebenso wie aus der universitären Forschung. Das sollen nicht unbedingt Ingenieure sein, sondern ebenso Wirtschaftswissenschaftler oder Vertreter anderer akademischer Disziplinen. Sie sollen Lösungspfade und neue Chancen aufzeigen und so die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche stärken. Im Mai sollen Büroräume in der Nähe des Hamburger Hafens bezogen und Arbeitsverträge unterschrieben werden.