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Schifffahrt beschließt Klimaschutzbeitrag

Die Schifffahrt ist mit über 2% an den weltweiten CO2-Emissionen beteiligt. Viele der großen Ozeanschiffe für den Waren- und Personenverkehr fahren mit Schweröl. Die Abgase tragen damit zur städtischen Luftverschmutzung bei - nicht nur in den großen Hafenstädten, sondern auch durch Tourismusboote, wie beispielsweise in Berlin.

 

In der vergangenen Woche gab es einen Durchbruch auf der Vollversammlung der UN-Schifffahrtsorganisation IMO in London: 170 Länder einigten sich darauf, den Ausstoß von Treibhausgasen im weltweiten Schiffsverkehr bis 2050 zu halbieren. Nur die USA und Saudi-Arabien stimmten dagegen.

 

Obwohl das Ziel der Halbierung der CO2-Emissionen bis 2050 für einen wirklichen Klimaschutz nicht ausreichend ist, wird der Beschluss eine enorme Wirkung auf die Markteinführung von Nullemissionsantrieben entfalten. Der Grund dafür ist, dass sich neue Technologien, wenn sie ökonomische Vorteile zeigen, schneller durchsetzen als die vereinbarten Emissionsreduktionspfade vorgeben.

 

Nun sind Reeder, Finanzgeber und Politiker gefordert, die IMO-Beschlüsse rasch umzusetzen und eine schnelle Marktdurchdringung für alle CO2-freien und CO2-neutralen Antriebstechnologien in allen Bereichen der Schifffahrt voranzutreiben. Dann kann die Schifffahrt auch vor 2050 emissionsfrei werden und nicht nur eine Halbierung der Emissionen nach IMO-Ziel bis 2050 schaffen.