Firmensitz der Dr. Peters Group

Airbus macht Druck auf Großbritannien

Airbus droht der britischen Regierung mit einem teilweisen Rückzug, wenn diese ohne ein Abkommen mit der Europäischen Union aus der Gemeinschaft aussteige.  "Dieses Szenario würde Airbus dazu zwingen, seine Investitionen im Vereinigten Königreich und seinen langfristigen Fußabdruck im Land zu überdenken", teilte das Unternehmen mit. Dem Sender BBC sagte Tom Williams, Chef der Flugzeugproduktion von Airbus: „Der Brexit hat bei jedem Szenario ernsthafte negative Folgen für das Unternehmen in Großbritannien.“


Sollte Großbritannien im März kommenden Jahres ohne Abkommen aus der Europäischen Union aussteigen und damit den Binnenmarkt und die Zollunion ohne Übergangsphase verlassen – was Politiker einen „harten Brexit“ nennen, würde dies laut Airbus zu einer „schweren Störung und Unterbrechung der Produktion“ führen, berichtet der Newsdienst aero.de. Airbus arbeite im Vereinigten Königreich an der Entwicklung der nächsten Generation von Flugzeugflügeln. Nun werde überlegt, ob dafür alternative Standorte infrage kommen, so Williams. Und er baut zusätzlichen Druck auf: „Die Uhr tickt!“


Die Erklärung wurde in Großbritannien von Gewerkschaften, der Opposition und EU-Befürwortern mit Bestürzung aufgenommen, so die Times. Premierministerin Theresa May hält hingegen an ihrem Kurs fest. Die Verhandlungen laufen entsprechend schleppend und eine Einigung ist nicht in Sicht. Lange dürfte sich die Airbus-Spitze nicht mehr gedulden. Es seien schon alternative Standorte gefunden, berichtet die britische Presse.