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Mehr Wohnungen genehmigt als gebaut

2017 wurden in Deutschland deutlich mehr neue Wohnungen genehmigt als tatsächlich gebaut, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag (24. Mai 2018) mitteilte. Gleichzeitig wurden so viele Wohnungen fertiggestellt wie seit 2002 nicht mehr. Die Zahl kletterte um 2,6 Prozent auf 284.800.

 

Diese positive Entwicklung setzt sich seit 2011 fort. Die meisten Beteiligten wie Baufirmen, Mieterverbände und die Bundesregierung halten die Zahlen jedoch immer noch für zu gering. Mit dem Abschluss des Jahres 2017 gibt es aktuell einen Überhang von 653.300 Wohnungen, die zwar genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt wurden. Dies ist der höchste Wert seit 1999. Bei rund einem Drittel warten die Bauherren laut Schätzungen mit dem Bau ab. Dazu gehörten auch Spekulanten, die auf darauf setzen, dass ihr Grundstück an Wert gewinnt.

 

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) rechnet für 2018 mit der Fertigstellung von etwa 330.000 bis 340.000 Wohnungen. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag beschlossen, in der laufenden Legislaturperiode 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen - das wären im Schnitt 375.000 pro Jahr. Die Baubranche boomt seit Jahren, da sich wegen der niedrigen Zinsen viele private Häuslebauer den Traum der eigenen vier Wände verwirklichen. Zudem stecken immer mehr Investoren mangels attraktiver Anlagemöglichkeiten Geld in den Immobilienmarkt.