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Bundesfinanzhof urteilt gegen Immobilienerben

Im Erbfall wechseln häufig Immobilien den Besitzer. Werden die geltenden Freibeträge überschritten, fallen Steuern an. Ehepaare können bis zum 500.000 Euro ohne Steuern, Kinder 400.000 Euro – und zwar von jedem Elternteil, erben. Wird die „mittlere Generation“ übersprungen und erben Enkel von ihren Großeltern, sind 200.00 Euro steuerfrei. Je weiter die Verwandtschaftsbeziehung auseinander liegt, desto geringer sind die Freibeträge.

Was geschieht, wenn das geerbte Haus einen Schaden hat. Kann der vom Vermögen abgezogen werden und mindert es die zu zahlende Steuerlast? Die Antwort des Bundesfinanzhofs (BFH) fällt aus Sicht zukünftiger Erben ernüchternd aus. Demnach sind Schäden und Mängel nicht als Nachlassverbindlichkeiten abziehbar, wenn Immobilien vererbt werden. Verhandelt wurde im Musterfall über die Kosten für Reparatur und Schadenbeseitigung einer falsch betankten Ölheizung.