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Hafen Antwerpen wächst weiter

Europas zweitgrößter Hafen in Antwerpen setzt seinen Erfolgskurs ungebrochen fort und präsentiert sein historisch bestes Halbjahresergebnis. Danach gingen in den ersten sechs Monaten 2018 rund 118,6 Millionen Tonnen Güter über die Kaikanten. Wie der Hafenbetrieb der Scheldestadt jetzt mitteilte, entspricht das einem Zuwachs von rund 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


So sehr die Verantwortlichen das positive Abschneiden im Containersegment erfreut, es bereitet auch Sorgen: Antwerpen befürchtet, dass die vorhandenen, hochmodernen und sich vor allem auf das linke Scheldeufer konzentrierenden Containerterminalkapazitäten in wenigen Jahren erschöpft sein werden, wenn sich das starke Mengenwachstum in dieser Form fortsetzt.


Um hier rechtzeitig gegenzusteuern, sind aus Hafensicht zwei Stoßrichtungen zwingend geboten: Zum einen der Neubau von Terminalkapazitäten auf dem linken Scheldeufer. Das Vorhaben wird unter dem Arbeitsnamen „Saeftinghedok“ geführt und würde direkt an den gigantischen Komplex im Bereich des Deurganckdok anknüpfen. Der zweite Vorstoß betrifft die Zusammenarbeit mit dem flämischen Küstenhafen Zeebrugge, der knapp 80 Kilometer von Antwerpen entfernt liegt. Vor wenigen Tagen teilten die Hafenverwaltungen der beiden Standorte mit, dass sie eine Zusammenarbeit beider Häfen von externen Fachleuten prüfen lassen. Zeebrugge hat das, was Antwerpen schnell benötigt: freie Kapazitäten und reichlich Flächen. Nächstes Jahr sollen die Arbeitsergebnisse vorliegen.