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Airbus rechnet mit Aus für Deal mit dem Iran

Airbus rechnet wegen neuer US-Sanktionen gegen den Iran mit einem Aus für den bereits vereinbarten Flugzeug-Deal mit dem Land am Persischen Golf. Dabei braucht die staatliche Fluglinie Iran Air dringend neue Flugzeuge und Ersatzteile, um ihre überalterte Flotte zu erneuern.


Der Chef der Zivilflugzeugsparte von Airbus, Guillaume Faury, wird im Hamburger Abendblatt zitiert: „Zwar warten wir noch auf die Details zu den neuen Sanktionen, sehr wahrscheinlich werden wir aber nicht in der Lage sein, die aus dem Auftrag noch ausstehenden 97 Flugzeuge auszuliefern.“

 

Neben Mittelstreckenjets wollte Airbus 16 A350-1000 und 28 A330-900 an Iran Air liefern. Zwei kurzfristig verfügbare A330-200 und eine A321 lieferte Airbus 2017 an Iran Air aus. Weitere 45 A320neo hätte Airbus gerne für Iran Airtour gebaut. Airbus ist schon deshalb von den Sanktionen der US-Regierung betroffen, weil sich in allen Jets des europäischen Flugzeugbauers Zulieferteile von US-Firmen befinden.

 

Auch der US-Hersteller Boeing muss Milliardendeals mit Iran Air über 50 737 MAX und je 15 777-300ER und 777-9 auf Eis legen. Iran Aseman Airlines wollte 30 weitere 737 MAX importieren. Unter alten Vorzeichen hätte Boeing noch in diesem Jahr Flugzeuge an Iran Air geliefert, obwohl der Konzern alle Vereinbarungen bisher nur als Vorverträge führte. Boeing-Chef Dennis Muilenburg nennt die Geschäftsausfälle verschmerzbar, der Iran will Boeing wegen Vertragsbruchs vor internationale Gerichte zerren.