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Großes Interesse an deutschen Hotels

Im zweiten Quartal 2018 hat der Hotelinvestmentmarkt in Deutschland Fahrt aufgenommen, nachdem der Jahresbeginn etwas zögerlich war. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn damit Hotels im Wert von 1,9 Milliarden Euro veräußert. Damit wird der Wert der Vorjahresperiode um 9,1 Prozent übertroffen, so eine aktuelle Analyse des Immobilienberatungsunternehmens CBRE. Die anderen großen Hotelimmobilien-Experten legen ähnliche Zahlen vor.


Das starke Ergebnis ist primär auf den Verkauf einiger großer Einzelimmobilien zurückzuführen. So kaufte das in Luxemburg ansässige Unternehmen Aroundtown das Hilton Berlin für 297 Millionen Euro. Das Haus mit 601 Zimmern liegt direkt am Gendarmenmarkt. Laut Jones Lang La Salle ist es die deutschlandweit größte Hotel-Einzeltransaktion aller Zeiten.


„Der deutsche Hotelinvestmentmarkt ist für Investoren sehr attraktiv – vor allem internationale Investoren zeigten sich zuletzt sehr aktiv“, kommentiert Olivia Kaussen, Head of Hotels bei CBRE in Deutschland. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2017 steigerten internationale Akteure ihren Anteil am Hotelinvestmentmarkt laut CBRE um zehn Prozentpunkte auf 54 Prozent.


Ein Problem für die Anleger ist das knapper werdende Angebot. CBRE geht daher davon aus, dass trotz des starken ersten Halbjahres das Transaktionsvolumen im Geschäftsjahr 2018 das Vorjahresniveau von 4 Milliarden Euro nicht erreichen wird. Andere Experten erwarten hingegen Investments in Höhe des Vorjahres, auch wenn sie ebenfalls einen Angebotsmangel beobachten.