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Neuer Kommunalrat will gegen Wohnungsmangel vorgehen

Ein neu gebildeter Kommunalrat aus Bürgermeistern und Vertretern der Immobilienbranche will aktiv gegen den Wohnungsmangel in vielen Städten Deutschland vorgehen. Die Mitglieder wollen zum Beispiel Vorschläge zu schnellerem Planen und Bauen, Bürgerbeteiligungen und Bauqualität machen, heißt es in der Berichterstattung der dpa.

 

Weil immer mehr Menschen in die Städte und Ballungsräume Deutschlands ziehen, sind die Immobilien- und Baupreise dort in den vergangenen Jahren teils stark gestiegen. Der Neubau kommt nur langsam in Gang. Ziel des neuen Gremiums sei deshalb mehr bezahlbarer Wohnraum, sagte die frühere Präsidentin des Städtetags Eva Lohse. „Das ist wahrscheinlich eine der drängendsten sozialen Fragen.“ Die einstige Bürgermeisterin von Ludwigshafen ist Co-Vorsitzende des neuen Kommunalrats, den der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) initiiert hat. „Wir brauchen schlankere Prozesse, schnellere Entscheidungen und mehr Effizienz beim Planen und Bauen“, sagte ZIA-Präsident Andreas Mattner. Sonst sei das Regierungsziel von 1,5 Millionen neuen Wohnungen innerhalb von vier Jahren utopisch.

 

Bei den meisten Deutschen steht ein Umzug in die eigenen vier Wände nicht auf der Agenda. Vier von fünf Bundesbürgern wollen in den nächsten fünf Jahren eher nicht oder auf keinen Fall eine Wohnung kaufen, geht aus einer repräsentativen Befragung für den ZIA hervor. „Wohneigentum wird derzeit negativ bewertet“, sagte Lohse. Ein Grund dafür dürften die hohen Preise sein. Zudem sind gut 80 Prozent der Befragten mit ihrer Wohnsituation zufrieden.