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2018: Rohöl-Angebot steigt

Aller Bemühungen der OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten, die Rohöl-Fördermengen zu drosseln, zum Trotz – der Nachschub nach dem Energieträger wird nach Auffassung des Forschungsinstituts JBC Energy steigen: und zwar um 1,5 Millionen Barrel pro Tag.

Nach einem Rückgang von 545.000 Barrel am Tag im vergangenen Jahr wird die Produktion im Mittlere Osten im Jahr 2018 wieder um moderate 135.000 Barrel am Tag steigen – zumindest solange sich alle beteiligten Länder an die getroffenen Absprachen halten. Mit einer Erhöhung der Förderungsmenge um 310.000 Barrel pro Tag befindet sich West-Afrika in diesem Jahr auf einem guten Weg, die höchste Wachstumsrate seit 2014 zu erreichen. Die Progression wird nach Auffassung der Experten wohl auch über das Jahr 2020 hinaus andauern.

Für Europa war 2017 mit einer Zunahme von 430.000 Barrel am Tag gegenüber dem Vorjahr ein besonders starkes Jahr. Diese Liefermenge wurde unterstützt durch Produktionssteigerungen vornehmlich in Libyen und Kasachstan sowie durch den Export, den Russland von der Ostsee zum Schwarzen Meer umleitete. In diesem Jahr wird die Steigerung mit 260.000 Barrel pro Tag wohl nicht ganz so hoch ausfallen.

Die größte „Nachschub-Region“ ist Nordamerika. Sowohl die USA als auch Kanada erhöhen 2018 ihre Produktionsmengen. JBC Energy rechnet für beide Länder mit einem Angebots-Anstieg um 950.000 auf insgesamt 15,1 Millionen Barrel am Tag. Diese Entwicklung fördert den Exportmarkt des Rohstoffes aus der US-Golfküsten-Region und drückt die Preise der WTI-Ölsorte (West Texas Intermediate) – ein attraktiver Kaufanreiz für Raffinerien.