Firmensitz der Dr. Peters Group

Steigende Übernachtungszahlen sorgen für zahlreiche neue Hotelprojekte in NRW

Nordrhein-Westfalen steht bei Hotelentwicklern ganz weit oben auf der Liste für neue Projekte. Das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands verzeichnete 2017 gut 32 Millionen Hotelübernachtungen und erzielt damit eine Steigerung um rund 5,2 Prozent gegenüber 2016. Dieser Spitzenwert wurde im bundesweiten Vergleich nur von Hessen und dem Saarland (mit jeweils 5,6 Prozent Plus) sowie Bayern (Plus 5,4 Prozent) überboten. Das geht aus Unterlagen des Statistischen Bundesamts hervor.  

 

Alleiniger Spitzenreiter in NRW ist das Hotelgewerbe in Köln. Hier wurden im vergangenen Jahr alleine 5,7 Millionen Übernachtungen gezählt. Das bedeutet für die Domstadt ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber 2016. Düsseldorf folgt mit deutlichem Abstand und 4,7 Millionen Übernachtungen. Auch das Plus gegenüber dem Vorjahr fällt in der Landeshauptstadt mit 4,7 Prozent kleiner aus als in Köln. Die beiden höchsten Steigerungsraten unter den 15 größten NRW-Städten verzeichneten Bielefeld (+15,6 Prozent) und Duisburg (+11,1 Prozent). Die beiden Schlusslichter waren 2017 Wuppertal (-8,8 Prozent) und Krefeld (-4,9 Prozent). Weiterhin positiv entwickelte sich Dortmund, das zum zweiten Mal in Folge mit 1,03 Millionen Übernachtungen zum Club der Millionäre gehörte. 

 

Die Wuppertaler Schollen Hotelentwicklung befürchtet jetzt, dass durch die positive Entwicklung der vergangenen Jahre zu viele neue Hotelprojekte angestoßen wurden, vor allem in den beiden größten NRW-Städten: In Köln befinden sich aktuell rund 2.130 Hotelzimmer in der Pipeline. In Düsseldorf sind es sogar 4.750 zusätzliche Betten, davon alleine etwa 1.000 rund um den Flughafen. Schollen rechnet mit spürbaren Konsequenzen auf die Auslastung und damit auch auf die Entwicklung der Zimmerpreise in Düsseldorf. Leidtragende dürften demnach die Betreiber kleinerer und nicht markengebundener Betriebe sein.