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Geringere Kauf-Nebenkosten für Immobilien

Immobilienkäufer in Deutschland können auf eine Entlastung von den hohen Nebenkosten hoffen. „Wir prüfen aktuell, ob sich das Bestellerprinzip auch auf Immobilienverkäufe übertragen lässt“, sagte Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD). Das bedeutet, dass derjenige die Maklerkosten zu tragen hat, der den Makler beauftragt hat. Dies wurde bereits bei der Vermittlung von Mietwohnungen eingeführt.

 


Mietwohnungen oder Häuser in Großstädten sind für viele nicht mehr bezahlbar. Junge Familien prüfen daher zum Beispiel oftmals einen Immobilienkauf im Umland. Ein großer Teil des Eigenkapitals muss dann allerdings für Maklerkosten und die Grunderwerbssteuer gezahlt werden. Zudem fallen rund 1,5 Prozent an Notar- und Grundbuchkosten an.

 


Kostet eine Immobilie in Berlin 400.000 Euro, fallen insgesamt etwa 58.560 Euro an Kauf-Nebenkosten an, also 14,6 Prozent des Kaufpreises. In Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen und Brandenburg zahlt der Käufer die Provision komplett, in den anderen Bundesländern wird sie in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.

 


Ein einfacherer Ansatz wäre eine Anpassung der Grunderwerbsteuer, da mit dieser der Staat selbst den Erwerb einer Immobilie teurer macht. Der Finanzausschuss des Bundestages hat erst im Juni einen Antrag der FDP abgelehnt, einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer anzuheben. Je nach Bundesland beträgt der Steuersatz zwischen 3,5 (Bayern und Sachsen) und 6,5 Prozent (Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Brandenburg und Thüringen).