Firmensitz der Dr. Peters Group

LOT Polish Airlines baut Streckennetz und Flotte aus

Die osteuropäische Airline LOT Polish Airways profitiert vor allem vom deutschen Markt. Laut einem Bericht vom Online-dienst airliners.de beschleunigt das Unternehmen seine Expansion seit 2016.  „2016 haben wir 18 Prozent bei der Kapazität im deutschen Markt zugelegt, 2017 waren es 27 Prozent, in diesem Jahr wird das Wachstum bei 42 Prozent liegen“, berichtet Regional Director Amit Ray im Gespräch mit airliners.de. Er leitet das Geschäft der Airline in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das ist umso beachtlicher, weil LOT Polish Airliners quasi schon vor dem Aus stand. Nur mit Hilfe staatlicher Subventionen aus Polen konnte vor fünf Jahren eine Pleite abgewendet werden.

 

Seitdem hat sich das Blatt gewendet. „Nach gelungener Sanierung kam eine Strecke nach der anderen zurück ins Streckennetz: 2016 Düsseldorf und Zürich, 2017 Stuttgart und Berlin. Mit den aktuellen Neuzugängen hat die LOT nun wieder acht Stationen in Deutschland, von denen ab Juli 137 wöchentliche Flüge nach Warschau gehen“, berichtet airliners.

 

Die Fokussierung auf das Geschäftsreisesegment sei ein entscheidender Wachstumstreiber gewesen, heißt es von LOT. Entsprechend werde man diesen Kurs weiter verfolgen. Zudem konzentriert sich die polnische Airline auf das Drehkreuz Warschau. "Wir verfolgen eine ganz klare Hub-and-Spoke-Philosophie", so Ray. Auch mit Langstrecken will LOT künftig gewinnen. Ab 15. Mai wird die Airline mehrmals wöchentlich Singapur angefliegen. Auf den bestehenden Routen nach Tokio und Seoul gibt es zudem im Sommer einen fünften Flug pro Woche.

 

Auch die Flotte soll wachsen: Bis 2020 plant LOT auf ihren Langstrecken den Eisnatz von 20 Boeing 787. Zwei der Jets werden noch in diesem Jahr hinzukommen, weitere vier 2019. Parallel wächst auch die Europa-Flotte. "Wir werden ein Dutzend Flugzeuge einflotten in diesem Jahr", sagt Ray im Interview. Dazu zählen neben den Boeing "Dreamlinern" sechs Embraer 195 und drei Boeing 737 MAX 8.