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Elbvertiefung: Aufschub durch Geldmangel?

Eine kleine, seltene Pflanze machte den Planern der Elbvertiefung lange Zeit großes Kopfzerbrechen. Vor fast genau einem Jahr wies das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Stadt Hamburg an, eine neue Ausgleichsfläche für die Ansiedelung des bedrohten Schierlings-Wasserfenchels zu finden. Vorher könnten die Baggerarbeiten für das Mammutprojekt nicht starten. Nun legt die zuständige Wirtschaftsbehörde neue Pläne vor und ist sicher, damit die Bedenken des Gerichts auszuräumen. Die angesprochene Ausgleichsfläche befindet sich in Moorfleet auf der Billwerder Insel. Es handelt es sich um zwei große Wasserbecken des ehemaligen Wasserwerks Kaltehofe.

Die Hoffnung der Stadt wächst, noch in diesem Jahr mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Dagegen spricht, dass die für die Elbvertiefung verantwortliche Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) für 2018 nur rund sechs Millionen Euro eingeplant hat. Das deckt gerade einmal die Kosten für die Planung.

Das Hamburger Abendblatt mutmaßt, dass die HPA selbst nicht mit einem Baubeginn vor 2019 rechne. Dann stünden laut Wirtschaftsplan der Hafenverwaltung 116 Millionen Euro bereit. Der Wirtschaftsplan sei vorläufig, heißt es aus der Hafenbehörde. Das Abendblatt zitiert eine Sprecherin: „Die Fahrrinne ist Chefsache. Wenn 2018 das Baurecht vorliegt, bauen wir auch. Punkt.“