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Digitale Identität soll Fluggastabwicklung beschleunigen

Die International Air Transport Association IATA sorgt sich darum, dass Flughäfen und Airlines die steigenden Passagierzahlen nicht mehr bewältigen können. Aus diesem Grund hat der Verband das Projekt NEXTT (New Experience Travel Technologies) initiiert. Dieses Digitalisierungsprojekt soll die Abläufe an Flughäfen optimieren.  „Mit NEXTT wollen wir sichergehen, dass wir nicht auf die gleiche Weise weitermachen, wie die Industrie bisher gearbeitet hat“, sagt Projektleiterin Anne Carnall im Interview mit dem Online-Dienst aero.de. „Wir wollen die bestehende Infrastruktur maximal ausnutzen und befürchten, dass die Art, wie die Infrastruktur momentan ausgebaut wird, nicht die Kapazität schaffen wird, die wir brauchen.“

Die IATA will also aktiv eingreifen. Sie plant technologische Fortschritte in mehreren Bereichen zu integrieren. Die Prozesse im Passagierverkehr will der Luftverkehrsverband über das Projekt „One ID“ verbessern. Reisende sollen künftig ein eigenes Profil mit biometrischen Daten anlegen. So soll vor allem das Boarding erleichtert werden. Wo die Daten gespeichert werden sollen, ist noch unklar. „Das europäische Datenschutzgesetz ist das strengste und fortschrittlichste der Welt“, sagt Carnall zu aero.de. Und: „In der Airline-Industrie müssen wir uns weltweit danach richten - denn es gilt für alle europäischen Bürger, egal, wo sie sich gerade aufhalten.“ Finden die Digital-Experten eine Lösung, lässt sich mit One-ID sicher der Prozess vom Check-In bis zum Einsteigen weiter optimieren. Die USA, Australien und Großbritannien unterstützen das Projekt bereits.