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Eurowings braucht Ersatz-Flugzeuge

Die Lufthansa-Tochter Eurowings ist einer der großen Profiteure der Air-Berlin-Pleite. Das Passagieraufkommen erhöhte sich nach Angaben der Airline deutlich. 30 zusätzliche Flugzeuge, ein Plus von 70.000 Flügen und acht Millionen Passagiere mehr: so war die Bilanz für 2017. Der Trend setzt sich fort, denn Eurowings ist auch 2018 die am schnellsten wachsende Airline Europas. „Wir stemmen mit Eurowings zurzeit das größte Wachstum, das der deutsche Luftverkehr jemals erlebt hat“, sagte Lufthansa-Konzernvorstand und Eurowings-CEO Thorsten Dirks im März 2018 zu Journalisten.

 


Diesem Wachstum muss Eurowings auch gerecht werden. Verspätungen und Flugabsagen häufen sich, Passagiere äußern sich zunehmend verärgert. Nun sorgt auch noch das Wetter für Probleme bei Eurowings: „Wir haben bis Ende Mai in Deutschland mehr Blitzeinschläge gehabt als im gesamten letzten Jahr zusammen", so Dirks. Und weiter: „Es gab etwa drei Blitzeinschläge pro Woche auf dem Boden bei Flugzeugen. Die fallen erst einmal für jeweils 12 bis 16 Stunden aus, weil sie gecheckt werden müssen.“ Da sich Eurowings ohnehin schon Flugzeuge von anderen Airlines leihen muss, verschärft sich die Lage. Dirks gesteht, dass auch aus der Reserve kaum noch Maschinen für den Einsatz bereit stehen: „Irgendwann sind Reserven einfach aufgebraucht.“ Nach eigenen Angaben hat Eurowings im Sommerflugplan 185 Maschinen im Einsatz. Der Online-Informationsdienst Aero.de berichtet von einer Zuspitzung der Lage: Ein Mietgeschäft über vier Jets samt Besatzungen von Laudamotion sei nicht verlängert worden, nachdem die irische Ryanair bei der österreichischen Airline eingestiegen war, schreibt die Redaktion. Wie Dirks die Probleme lösen will, ist noch nicht bekannt. Eine baldige Lösung wäre aber auch angesichts der Kundenzufriedenheit dringend nötig.