Firmensitz der Dr. Peters Group

Traumwohnungen aus alten Schiffscontainern

Die durchschnittliche Lebensdauer eines Containers in der Frachtbranche beträgt nur dreizehn Jahre, aber sein Leben muss dann nicht zu Ende sein. Ein Beispiel für die Weiternutzung liefert die Firma Containerwerk. Sie hat sich darauf spezialisiert, Container zu Wohnraum zu machen. Die Stuttgarter zeigen, wie modern günstiger mobiler Wohnraum sein kann.

 

Der große Vorteil von Bauten, wie sie Containerwerk präsentiert, ist die Grundeigenschaft der Container: Sie sind einfach zu transportieren. Ein Container benötigt nur einen normalen Sattelschlepper und nicht einmal einen Transport in Überbreite. Er kann mit Lkw und Schiffen schnell überall hin transportiert und aufgestellt werden. Damit eignen sich Containerensemble vor allem für temporäre Bauten – wie für einen Hostel-Komplex bei einem Festival. In Städten mit Wohnungsnot könnten derartige Konstruktionen für eine Zwischennutzung von leer stehenden Grundstücken dienen.

 

Containerwerk hat sich mit dem schwierigen Thema Isolierung von Containern intensiv beschäftigt und hebt sich dadurch von Konkurrenten und Hobbybastlern ab: „Wir bauen eine besondere Art der Isolierung. Es handelt sich um eine monolithische [monolithisch = aus einem Guss - Ergänzung der Redaktion] Isolierung, die in einem industriellen Verfahren hergestellt wird und den gesamten Behälter ohne Wärmebrücken umgibt“, erklärt Ivan Mallinowski, einer der Gründer von Containerwerk. Die ausgebauten Container sind nicht teuer. Sie kosten etwa 35.000 Euro – darin sind Boden und Anschlusskosten jedoch nicht enthalten