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„Falls of Clyde“: historischer Öltanker mit Segeln soll gerettet werden

Ein Zeitzeuge, der Seefahrtsgeschichte schrieb: Die „Falls of Clyde“ ist weltweit das einzige erhaltene Viermastvollschiff sowie der einzige erhaltene segelgetriebene Öltanker. Vor 140 Jahren in Glasgow, Schottland, erbaut, hat sie fast alle Weltmeere durchquert und dabei so manchen Hafen angelaufen. Sie transportierte zunächst Jute, Zement und Eisen nach Indien, Asien, Australien und Neuseeland. Danach fuhr sie mit Passagieren und Fracht zwischen Kalifornien und Hawaii. 1907 wurde sie zum Segeltanker mit zehn Tanks, sowei einem Kontroll- und einem Pumpraum umgebaut. Von 1922 bis 1959 diente sie dann als  „schwimmende Füllstation“ in Ketchikan, Alaska.

In den 60er Jahren kam die „Falls of Clyde“nach Hawaii, wurde weitgehend restauriert und in den 1970er Jahren zur Hauptattraktion des lokalen Marinemuseums. Doch der Glanz verblasste nach und nach. Seit mehr als zehn Jahren befindet sie sich in einem schlechten Zustand, ist für Besucher geschlossen und sollte schon einige Male versenkt werden.

Mit dem Kauf des Schiffes für den symbolischen Wert von einem Dollar, wusste die Gruppe „Friends of the Falls of Clyde“ dieses zu verhindern. Nun starteten sie eine Kampagne zur Rettung des Viermasters. Er soll zurück in seine schottische Heimat gebracht und dort in seinen Ursprungszustand zurückversetzt werden. Danach soll er als Schulschiff für Jugendliche und Studenten oder auch sozial benachteiligte Kinder eingesetzt werden. Hierfür sammeln die „Friends of the Falls of Clyde“ aktuell weltweit Unterstützung.