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Virtual Reality im Flugzeug

Airlines setzen im Wettbewerb um ihre Kunden vor allem auf das Flugerlebnis an Bord. Zum Beispiel wollen sie mit modernen Entertainmentangeboten Kunden von sich überzeugen. Gerade auf Langstreckenflügen konkurrieren die Fluglinien mit einem stetig wachsenden Unterhaltungsprogramm aus Filmen, Serien und Videospielen. In den vergangenen Monaten haben Airlines ihre Passagiere auch immer häufiger in die virtuelle Realität abtauchen lassen. Doch das kann gefährlich sein, warnt nun das niederländische Luft- und Raumfahrtlabor NLR.

Die Forscher aus Amsterdam haben gemeinsam mit KLM Royal Dutch in einer Studie aufgezeigt, dass die Verwendung von Virtual Reality in Flugzeugen zu Problemen führen kann. Das Nationaal Lucht- en Ruimtevaartlaboratorium hat 40 KLM-Probanden mit Hilfe eines Flugsimulators getestet. Zwei Drittel wurden mit VR-Headsets ausgestattet, während das restliche Drittel die identischen Inhalte auf dem Smartphone konsumierte. Innerhalb von zwei Tagen wurden drei Szenarien von je zehn bis 20 Minuten Länge durchgespielt. Diese umfassten den ruhigen Flug, Turbulenzen und schnelle Druckverminderung. Die Gefahr bei der Nutzung vor Virtual Reality ist, dass die Flugbegleiter schwerer Kontakt zu den Passgieren bekommen. Bei einem heftigen Druckabfall haben die Probanden mit VR-Brille diesen gar nicht richtig bemerkt. In Folge reagierten diese Personen nicht oder erst mit Verzögerung auf akustische Warnsignale oder das Herunterlassen der Sauerstoffmasken.