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Gute Aussichten für den Chartermarkt

Die Preisentwicklung am Chartermarkt gibt Anlass zur Freude. Zu Beginn des Jahres wartet der Howe Robinson Containership Index (HRCI) mit 10,3 Punkten auf – das ist ein Plus vom 1,71 Prozent gegenüber dem letzten Berechnungstermin am 20. Dezember und satte 55 Prozent mehr als noch vor zwölf Monaten. Diese Entwicklung zeichnete sich bereits ab, da viele Linienreedereien in letzter Zeit verstärkt Containerschiffe mieteten. So erwartet das Maklerbüro weiterhin eine stabile Nachfrage – insbesondere da es ein Wachstum bei den Spitzenbedarfen in den Hauptverkehrsrichtungen (Fronthaul) von 4,5 bis 5,5 Prozent prognostiziert.

Als weiteren positiven Faktor sieht Howe Robinson die erwartete Konsolidierung der Positionen der drei großen Reederei-Allianzen „THE Alliance“, „2M“ sowie „Ocean Alliance“ und der daraus resultierenden Marktberuhigung nach zwei Jahren des Umbruchs. Nun könnten die größten Schifffahrtsgesellschaften einen strategischeren Blick auf die eigenen Routen sowie Zukunftspläne werfen und sich wieder auf dem Chartermarkt umsehen, um ihre Flotten zu ergänzen beziehungsweise auszubauen.

Die Suppe ein wenig versalzen könnten allerdings die Neubauaufträge von 1,75 Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) in den Orderbüchern der Werften. Dabei handelt es sich hauptsächlich um große Schiffe mit Kapazitäten von mehr als 14.000 TEU (65 Prozent). Das dürfte insbesondere Charter-Anbietern Sorge bereiten, die große Frachter anbieten. Allerdings werden wohl auch geschätzte 300.000 TEU verschrottet und sich gemäß der Experten einige Auslieferungen ins Jahr 2019 verschieben (400.000 TEU). Damit käme das Flottenwachstum 2018 auf 4,8 Prozent.