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Zu wenige Angebote: Immobilienpreise steigen bis 2020 weiter

„Weiter, immer weiter!“ Ein Ausspruch, der nicht nur „Torwart-Titan“ Oliver Kahn unsterblich machte, sondern auch den aktuellen Immobilienmarkt charakterisiert wie kaum ein anderer. Denn dort steigen die Preise unaufhörlich, der Trend scheint kein Ende zu nehmen. Laut einer Umfrage der Union Investment unter europäischen Investoren könnte es 2020 zu einer Trendwende kommen. Das Unternehmen sieht in der aktuellen Situation allerdings auch eine Chance. „Die anhaltende Produktknappheit wird die Entwicklung in den Unternehmen vorantreiben", so Olaf Janßen, Leiter Research bei der Union Investment Real Estate GmbH.

Bei der aktuellen „Investitionsklimastudie“ befragten die Union Investment-Experten 151 Profi-Anleger in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Dabei kam unter anderen heraus, dass 36 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass die Anfangsrenditen für Immobilien in Europa frühestens in drei Jahren wieder steigen werden. Interessante Ergebnisse gab es auch beim Thema „Risiko“. So waren mit 37 Prozent ähnlich viele Anleger bereit, ein für gleichbleibende Renditen höheres Risiko einzugehen. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Immo-Experten aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien hingegen nehmen lieber sinkende Renditen in Kauf, statt die eigene Risikostrategie zu überdenken.

Fast schon resigniert wirkt die Aussage von rund 50 Prozent der Befragten, die nicht glauben, ihre Renditeziele in den nächsten drei bis fünf Jahren zu erreichen. Ein Grund dafür könnte auch die Grundausrichtung bei der Anlageentscheidung sein. So ist die Sicherheit für jeden dritten Befragten das Entscheidende Argument für eine Investition, für knapp jeden Achten die Liquidität.