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Blitzschutz für Flugzeuge

Boeing möchte seine Flugzeuge vor Blitzeinschlägen schützen. Deshalb hat der Flugzeughersteller Ingenieure am Massachusetts Institute of Technology mit der Entwicklung eines Blitzschutzes beauftragt, der weniger aufwendig sein soll als das durchgehende Metallnetz, mit dem Flugzeugbauer bislang arbeiten.

Die Ingenieure haben eine Art elektrische Tarnkappe entwickelt, die verhindern soll, dass es überhaupt zum Blitzeinschlag kommt. Ihre Leistung müsse dabei nicht höher sein als die einer Glühbirne. Auch wenn Boeing die Forschungsarbeiten sponsert, ist noch unklar, ob das On-Board-System in der Praxis tatsächlich funktioniert. Um die Funktionalität in der Praxis zu testen, wollen die Forscher im nächsten Schritt Drohnen durch Gewitterwolken fliegen lassen.

Luftfahrtexperten schätzen, dass jedes Flugzeug mindestens einmal pro Jahr von einem Blitz getroffen wird. Das Thema Blitzschutz war in der Vergangenheit dennoch nicht elementar für Flugzeugbauer. Der Grund: Ein klassisches Flugzeug ist ein faradayscher Käfig, der Passagiere und Bordelektronik schützt. Problematischer wird es hingegen bei modernen Flugzeugen, deren Außenhaut teilweise aus nichtmetallischen Verbundstrukturen besteht. Sie sind mit der Ableitung statischer Aufladung überfordert, sodass ein Einschlag Schäden verursachen kann.