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Deutsche Großstädte: IWF warnt vor Preisblasen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor Preisblasen in deutschen Großstädten und fordert deren verstärkte Überwachung. Nach IWF-Analysen seien die „Hauspreise in Deutschlands größten Städten schneller gestiegen, als durch Nachfrage und Fundamentaldaten erklärt werden kann“, heißt es im jährlichen Bericht zur Entwicklung in Deutschland. Der Bericht wurde am 5. Juli 2018 veröffentlicht.

 

„Bundesweit betrachtet bietet die Preisentwicklung keinen Anlass zur Sorge“, schreiben die Autoren. In einzelnen Metropolen gestaltet sich die Lage jedoch anders: Im Verhältnis zu Kennzahlen wie Einkommen oder Mieten und im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten hätten sich dort die Kaufpreise ungewöhnlich stark erhöht. Am stärksten überbewertet sind die Preise laut IWF in München. Es folgen Hannover, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. In Nordrhein-Westfalen ist die Überbewertung in Düsseldorf am höchsten.

 

Die Preise werden laut IWF durch steigende Einkommen, verstärkte Einwanderung und niedrige Zinsen weiter nach oben getrieben. Zugleich bleibt das Angebot beschränkt. Das liegt beispielsweise an vergleichsweise strengen Vorschriften (etwa im Bereich Umweltschutz) und einer zunehmenden Auslastung des Bausektors.