Firmensitz der Dr. Peters Group

Hurtigruten verbannt Einweg-Kunststoffe

Die norwegische Reederei Hurtigruten macht Schluss mit Plastik. Alle unnötigen Einweg-Kunststoffe sollen ab Juli von der eigenen Flotte verbannt werden. „Bei Hurtigruten haben wir seit Jahren das Problem der Kunststoff-Verschmutzung im Blick“, sagte CEO Daniel Skjeldam. Aktuell werde viel über die negativen Auswirkungen von Kunststoff auf die Ozeane gesprochen. Pro Minute würden 15 Tonnen Plastik weltweit in den Meeren enden. In den kommenden zehn Jahren könne sich diese Zahl noch verdoppeln.

 

Daher ist für die norwegische Reederei „jetzt die Zeit des Handels gekommen“. Plastikstrohhalme, -rührstäbchen, -becher, -deckel, -tüten und weitere Produkte sollen an Bord der aktuell 14 Schiffe umfassenden Flotte künftig keine Rolle mehr spielen. An Bord der Schiffe soll aber noch nicht Schluss sein. Der Bann von Einweg-Kunststoffen gelte auch für die Hotels, Restaurants und andere landseitige Einrichtungen von Hurtigruten auf Spitzbergen.

 

Außerdem würden auch Lieferanten aufgefordert, den Einsatz von Kunststoff zu reduzieren oder gar abzuschaffen. „Unser Ziel ist es, die weltweit erste kunststofffreie Reederei zu werden“, unterstrich Skjeldam. „Hurtigruten ist in einigen der empfindlichsten Gewässern der Welt unterwegs“, weiß auch der CEO: die traditionelle Postschiffroute entlang der norwegischen Küste auf der einen und die neuen Expeditionsreisen in polare Gewässer auf der anderen Seite. „Das bedeutet, dass wir eine besondere Verantwortung tragen.“