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Studie: Öl bleibt wichtigster Schiffs-Kraftstoff

Erdöl wird in den kommenden Jahren die wichtigste Antriebsenergie in der Schifffahrt bleiben – zu diesem Ergebnis kommt die internationalen Studie „Maritime Forecast to 2050“ des Technik-Konzerns DNV GL.

„In der weltweiten Energienutzung und -erzeugung gibt es tiefgreifende Veränderungen“, sagt Remi Eriksen, Group President und CEO von DNV GL. „In unserem Ausblick zur Energiewende wird deutlich, dass der Energiemix bis zur Mitte des Jahrhunderts voraussichtlich gleichmäßig zwischen fossilen und erneuerbaren Energien verteilt sein wird. Fortschritte bei der Energieeffizienz werden dazu führen, dass die weltweite Energienachfrage ab 2030 abflacht. Diese Trends werden alle Akteure in der maritimen Branche beeinflussen.“

Die Prognose sieht verflüssigtes Erdgas (LNG) als alternativen Kraftstoff schwer im Kommen. Es wird nach Auffassung der Analysten bis 2050 der am zweithäufigsten verwendete Energieträger in der maritimen Branche sein. Auch die Verbrennung weiterer kohlestoffarmer alternativer Treibstoffe wird zunehmen. Doch noch steckt LNG in den Kinderschuhen. Derzeit befahren gerade einmal 118 LNG betriebene Schiffe die sieben Weltmeere. Auch wenn weitere 123 in Auftrag sind und bereits 114 Dieselschiffe zusätzlich mit LNG betrieben werden können, ist das im Verhältnis zur bestehenden Weltflotte von circa 46.500 Handels- und Passagierschiffen noch recht gering.

Einen positiven Ausblick wirft die Studie auf den zukünftigen Handelsverkehr. Zwar nehme der Öltransport bis 2050 ab, dafür soll der Gütertransport bis 2030 ein kräftiges Wachstum erfahren. In den darauffolgenden 20 Jahren werde die Nachfrage weiter steigen.