Firmensitz der Dr. Peters Group

Ratenanstieg auf Transpazifik-Routen

Die Container-Frachtraten sind vergangene Woche auf einigen Routen deutlich gestiegen. Erhöhungen setzten die Akteure vor allem im Verkehr von Fernost nach Nordamerika und zur Ostküste Südamerikas durch. Das geht aus dem Shanghai Index SCFI hervor, der vergangene Woche um neun Prozent zulegte.

 

Für die Route von Shanghai zur US-Westküste weist der Index einen Anstieg der durchschnittlichen Spotfracht um 28 Prozent auf 1545 Dollar pro 40-Fuß-Container (FEU) aus, für den Verkehr zur US-Ostküste um 16 Prozent auf 2524 Dollar pro FEU. Damit ist es den Linienreedereien zumindest teilweise gelungen, die angekündigten Ratenanhebungen am Markt kurzfristig durchzusetzen. Zahlreiche Liner hatten für Anfang Juli Erhöhungen in einer Bandbreite von 600 bis 1000 Dollar pro FEU angesetzt.

 

Nach Angaben von US-Spediteuren hat sich die Platzverfügbarkeit im Transpazifik-Verkehr vergangene Woche verknappt. Dazu dürfte die Entscheidung der beiden Marktführer und 2M-Mitglieder Maersk und MSC zur kurzfristigen Streichung eines ihrer fünf Dienste zwischen Fernost und der Westküste Nordamerikas beigetragen haben. Allerdings geht der französischen Branchendienst Alphaliner davon aus, dass sich die Kapazitätslage bald wieder entspannt, weil APL – die Tochtergesellschaft von CMA CGM – in den kommenden Wochen einen zusätzlichen Transpazifik-Dienst und die Einführung größerer Schiffe in einen anderen bestehenden Dienst plant.