Firmensitz der Dr. Peters Group

Lufthansa-Airlines auf Rekordkurs

Der Lufthansa-Konzern hat am vergangenen Dienstag ein sehr gutes Ergebnis für das erste Halbjahr 2018 vorlegen können. Die Umsatzerlöse bereinigt um die Effekte aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15, konnte Lufthansa um 5,2 Prozent steigern. Die Verkehrserlöse beliefen sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 13,2 Milliarden Euro, was bereinigt um den IFRS 15-Effekt einem Anstieg von 7,0 Prozent entspricht. Das Konzernergebnis bleibt für das erste Halbjahr mit 677 Millionen Euro stabil.

 

„Die Entwicklung der Lufthansa Group in der ersten Jahreshälfte war von starkem Wachstum bei gleichzeitig steigenden Stückerlösen geprägt. Beides zusammen erzielt zu haben, ist ein guter Erfolg“, kommentierte Ulrik Svensson, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG, die Ergebnisse. „Bei den Network Airlines haben wir die Belastungen aus höheren Treibstoffkosten durch strukturelle Kostensenkungen sogar überkompensiert und einen Ergebniszuwachs von 26 Prozent erzielt. Ohne die Belastungen bei Eurowings, die wir in Kauf nehmen, um unsere Marktposition in Europa weiter zu stärken, wäre unser Ergebnis damit gestiegen.“

 

Zentraler Faktor für das gute Ergebnis ist die Performance der Lufthansa-Airlines. Insgesamt wurden 67 Millionen Passagiere befördert, so viele wie nie zuvor. Ebenso erreichten Angebot, Absatz und Sitzladefaktor neue Spitzenwerte, berichtet der Konzern in einer Pressemitteilung. Den größten absoluten Ergebnisbeitrag lieferten die Network Airlines, wobei insbesondere Lufthansa German Airlines und die SWISS positiv zum Ergebnis beigetragen hatten. Neben höheren Stück-erlösen wirke sich vor allem eine deutliche Senkung der Stückkosten aus, heißt es.

 

Verspätungen und Flugausfälle haben der Lufthansa ebenso wie Wetterkapriolen ein noch besseres Ergebnis verhagelt. Für ersteres waren vor allem Streiks und infrastrukturelle Defizite im europäischen Luftverkehr wie die bestehenden Kapazitätsprobleme bei nationalen europäischen Flugsicherungsbehörden verantwortlich. Extreme Wetterereignisse, wie zum Beispiel Gewitter, behinderten den Flugverkehr deutlich stärker als üblich. Lufthansa hebt hervor: „Von diesen Umständen waren alle Airlines und nicht nur die Lufthansa Group betroffen.“ Negativ habe sich die Integration der vormals von Air Berlin betriebenen Flugzeuge in die Eurowings-Flotte, die länger dauerte als ursprünglich erwartet, die Ergebnisentwicklung ausgewirkt.

 

Die Börse honorierte die Halbjahres-Ergebnisse der Kranich-Airline mit einem regelrechten Kursfeuerwerk. Der Lufthansa-Preis schnellt bis zu 10 Prozent in die Höhe und pendelte sich schließlich bei etwas über 8 Prozent ein. Grund dafür war auch die Bestätigung der Prognose für das Gesamtjahr 2018 mit einem Wachstum von 8 Prozent.  „Die anhaltend starke Nachfrage macht uns zuversichtlich, trotz einer schwierigen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr auch in der zweiten Jahreshälfte eine gute Erlösentwicklung zu erzielen. Wir werden außerdem von der deutlich gestiegenen Kosteneffizienz der Network Airlines profitieren. Eurowings will nach dem erheblichen Kapazitätsausbau nun im nächsten Jahr wieder profitabel werden“, so Svensson.