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Hohe Immobilienpreise bereiten dem IWF Sorgen

Der Internationale Währungsfonds IWF sorgt sich um die hohen Immobilienpreise in deutschen Großstädten. In Ihrem Jahresreport für 2017 bewerten die Ökonomen Preise für Häuser und Wohnungen in den meisten Regionen Deutschlands für vollkommen in Ordnung. Jedoch seien „in einigen Großstädten in den letzten Jahren die Preise aus dem Ruder gelaufen“, so dass der IWF „Anzeichen für eine Überbewertung“ sieht. Betrachtet man die Immobilienpreise im Verhältnis zu anderen Fundamentaldaten wie der Entwicklung der Einkommen und der Mieten, so lägen diese in den sieben größten Städten im Schnitt um 21 Prozent über dem, was angemessen wäre, schreiben die IWF-Experten. Vier deutsche Großstädte ragen besonders stark heraus: München, Hannover, Hamburg und Frankfurt.

 

Auch im europäischen Vergleich sehen die IWF-Experten die Preisentwicklung in deutschen Großstädten als kritisch. In Kopenhagen, Madrid oder Rom stiegen beispielsweise die Einkommen schneller als die Häuserpreise, was eine gesunde Entwicklung sei.

 

Nach Einschätzung der Bundesbank könnte das deutsche Finanzsystem einen Rückgang der Immobilienpreise um bis zu 30 Prozent verkraften, berichtet die Deutsche Welle. Die Kapitalausstattung der Banken sei dafür ausreichend, selbst wenn zeitgleich die Arbeitslosenquote auf acht Prozent hochschnellen sollte. Die Bundesbank hält 15 bis 30 Prozent der Wohnimmobilien - vor allem in Ballungsgebieten - für überbewertet.