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London Heathrow bekommt grünes Licht für den Ausbau

Der Flughafen Heathrow hat von der britischen Regierung grünes Licht für seit Jahren geplanten Ausbau erhalten. Demnach bekommt Europas größter Flughafen eine dritte Startbahn. Der Ausbau soll zügig starten und bis 2025 abgeschlossen sein. 

 


Doch noch ist der Ausbau nicht gesichert. Heftiger Widerspruch kam von Willie Walsh, dem CEO der International Airlines Group (IAG), der Konzerngesellschaft von British Airways. British Airways fertigt mehr als die Hälfte aller Flüge in Heathrow ab. Walsh kritisierte zum wiederholten Mal, er habe „null Vertrauen“ in das Heathrow-Management. Der IAG-Lenker rechnet damit, dass die kalkulierten Kosten in Höhe von 14 Milliarden britische Pfund nicht ausreichen werden. Walsh erwartet höhere Ausgaben, die in höheren Nutzungsgebühren für die Airlines und schließlich für die Passagiere resultieren dürften. Außerdem seien unter anderem Anschlüsse an öffentliche Transportmittel nicht eingerechnet.

 


In einer Pressemitteilung der IAG formulierte Walsh harte Worte: Die Regierung solle eingreifen und dafür sorgen, dass Heathrow die Passagiere nicht „abzocke“, so der erste Satz der Nachricht. Und weiter: „Es ist inakzeptabel, dass ein Monopolist solche Preise verlangen kann, ohne zu erklären, warum“, wettert der IAG-Chef. „Die Projektkosten steigen ständig an, ohne dass das irgendwie gerechtfertigt wird. Niemand, der Heathrow nutzt, weiß, wofür er zahlt.“

 


Als Beispiel nennt IAG in der Mitteilung die Kosten für die Gepäckabfertigung in Terminal drei. Ursprünglich seien sie mit 234 Millionen angekündigt worden, nun liegen sie bei 435 Millionen. „Dazu gehört auch eine Million für einen Raucherraum, ohne zu erklären, was genau das heißt.“ Heathrow sei schon jetzt der teuerste Flughafen Europas. Wolle er nicht obsolet werden, müsse er dringend am Kostenmanagement arbeiten, fordert die IAG.