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Mietpreisbremse kann funktionieren

Seit ihrer Einführung im August 2015 hat die Mietpreisbremse mit einem schlechten Ruf zu kämpfen. Vor allem in Großstädten und Ballungsräumen steigen die Mieten unaufhörlich und scheinbar unkontrolliert. Viele Mieter und Wohnungssuchende haben das Gefühl, nichts dagegen tun zu können. Doch mittlerweile zeigen Beispiele: Die Mietpreisbremse kann funktionieren, wenn Mieter auf ihr Recht bestehen und sich trauen, gegen den Vermieter vorzugehen. Bislang haben viele Menschen die Bremse nicht genutzt und Mieterhöhungen akzeptiert. Laut Medienberichten zeigen sich vor allem große Vermieter und Hausverwaltungen immer kompromissbereiter.


Die Mietpreisbremse gilt mittlerweile in 313 deutschen Städten und soll verhindern, dass die Mieten von Wohnungen über eine gewisse Grenze hinaus ansteigen. Sie enthält jedoch zahlreiche Ausnahmen und greift zum Beispiel nicht, wenn eine Wohnung neu gebaut oder umfassend renoviert wurde oder schon der Vormieter mehr gezahlt hat als die ortsübliche Vergleichsmiete plus zehn Prozent.


Die neue Bundesjustizministerin Katarina Barley hat sich der Thematik ebenfalls angenommen und kündigte eine Verschärfung der Mietpreisbremse an. Ginge es nach ihr, sollten Vermieter dazu gezwungen werden können, Auskunft über die Vormiete zu geben. Sollte sich herausstellen, dass eine zu hohe Miete verlangt wurde, solle das Geld zurückgefordert werden können.