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Mögliche Folgen einer „America-First“-Politik

US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftspolitik versetzt die Handelswelt in Aufregung. Erst vor kurzem verhängte er „Schutzzölle“ auf importierte Solarpaneele und Waschmaschinen aus Asien. Beide Maßnahmen zielen vor allem auf China und Südkorea ab – könnten aber den Beginn eines weltweiten Handelskrieges markieren. Sehr bald könnten auch andere Güter, Rohstoffe und Länder betroffen sein – mit entsprechenden Auswirkungen auf den internationalen Warenhandel. Der Ton zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wird rauer. Als Reaktion auf die Zölle legte China neben Südkorea bereits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation ein.

Für seinen Protektionismus erntet Trump weltweit Kritik. Schon bald könnte er sich Stahl und Aluminium vornehmen. „Wir betrachten die aktuelle Handelspolitik der USA mit Sorge. Sollte der weltweit größte Stahlmarkt abgeschottet werden, wäre mit erheblichen Handelsumlenkungseffekten zu rechnen, die den Wettbewerbsdruck auf den offenen Märkten deutlich verschärfen würden“, warnt Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, in der Rheinischen Post. Selbst dann, wenn die EU von den US-Maßnahmen ausgenommen würde.