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Größter Kohle-Exporthafen in Newcastle öffnet sich für andere Güter

Auch am anderen Ende der Welt beginnen die Uhren anders zu ticken. Der fossile Brennstoff Kohle geht seinem Zenit entgegen. Darauf will der weltweit größte Kohle-Exporthafen im australischen Newcastle (Hunter Valley) bestens vorbereitet sein. Der neue Chairman Roy Green, ein emeritierter Professor der technischen Universität Sydney, versprach bei seinem Amtsantritt, die Diversifizierung intensiv voranzutreiben und das Geschäft des traditionellen Kohle-Segments mit neuen Güterarten zu ergänzen.

Für den Transport des fossilen Brennstoffs gilt die Route von Newcastle nach China als wichtigste „Autobahn“. Allein im vergangenen Jahr wurden hier 161 Millionen Tonnen Kohle verschifft. „Kohle war seit rund zwei Jahrhunderten stets das Herz der Wirtschaft in der Hunter-Region. Auch auf absehbare Zeit wird Kohle eine wichtige Rolle für den Hafen spielen. Allerdings müssen wir die hiesige Wirtschaft dringend diversifizieren“, sagte Green.

Bereits in jüngerer Vergangenheit hat der Hafen Schritte in diese Richtung unternommen und unter anderem in ein Kreuzfahrtterminal sowie in den Umschlag anderer Güterarten investiert. Ein neuer Container-Terminal hierfür ist ebenfalls geplant. Doch immer noch beinhalten 90 Prozent des Handels das „schwarze Gold“. Ebenso sichert es derzeit noch viele Arbeitsplätze in der Region.

So ist die Öffnung mehr ein notwendiges als ein leichtes Unterfangen. Wendet sich der Rest der Welt doch immer mehr den erneuerbaren Energien wie Solar, Wasser- und Windkraft zu. Erst vor wenigen Wochen verkündete die National Australia Bank, dass sie keine neuen Kohle-Projekte mehr finanzieren wird. Und AGL, Australiens größter Energieerzeuger, beabsichtigt sein Kohlekraftwerk Liddell im Hunter Valley bis 2022 zu schließen.