Firmensitz der Dr. Peters Group

Rickmers setzt Insolvenz um

Die Abwicklung von Rickmers hat begonnen. Nachdem die Zeaborn-Gruppe im September die Schiffsmanagement-Sparte (Rickmers Maritime Services) gekauft hat, arbeitet die Hamburger Reederei an der zügigen Umsetzung ihres Insolvenzplans. Dabei sollen die restlichen Geschäftsaktivitäten bestmöglich verwertet werden und die Rickmers Holding AG als Rechtsträger erhalten bleiben.


Das Traditionsunternehmen hatte am 1. Juni Insolvenz angemeldet. Zu diesem Zeitpunkt war die Rickmers-Linie bereits in den Besitz von Zeaborn übergegangen. Der ehemalige Alleingesellschafter Bertram Rickmers hält jedoch weiterhin Minderheitsanteile sowohl an dieser als auch an der weltweiten Shipmanagement-Sparte.


Die Zeaborn-Gruppe des Bremer Bauunternehmers Kurt Zech zeigt indes Interesse, als Planinvestor noch weitere bestehende Unternehmensteile aus der Insolvenzmasse zu übernehmen. Als da wären: die Schiffe der Holding (Rickmers Maritime Assets) sowie Unternehmensbeteiligungen wie am Makler Harper Petersen.


Nach Berechnung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) können die Rickmers-Gläubiger mit einer Insolvenzquote von 2,87 Prozent rechnen. Diese soll erstmals im ersten Quartal des kommenden Jahres ausgeschüttet werden. Es bestehen allerdings auch Überlegungen, den Gläubigern die Möglichkeit zur Reinvestition zu geben. Somit könnten sie ihre Quotenzahlung in Eigenkapital der neuen Holding tauschen und so unter Umständen am künftigen wirtschaftlichen Erfolg partizipieren.