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Airbus setzt beim A380 auf China

Der Luftverkehrsmarkt in China boomt, und sämtliche Prognosen verheißen weiteres Wachstum. Grund genug für Airbus, um dort für den A380 weitere Airline-Kunden zu umwerben. Laut Medienberichten rechne Airbus bereits in den nächsten fünf Jahren mit einem Absatz von 60 bis 100 weiteren A380 in China. Einige chinesische Airlines hätten zuletzt großes Interesse an dem neuen Airbus A380plus signalisiert.

Sowohl Airbus als auch Boeing prognostizieren in den kommenden Jahren einen enormen Bedarf an neuen Verkehrsflugzeugen für den chinesischen Luftverkehrsmarkt. Demnach habe Boeing jüngst eine Marktperspektive erstellt, wonach chinesische Airlines bis zum Jahr 2037 neue Passagier-Flugzeuge im Wert von 1.100 Milliarden US-Dollar bestellen werden.

Zu einem ähnlichen Ergebnis komme Airbus. Laut einer aktuellen Langzeitmarktprognose von Airbus werden bis 2036 auf den Großraum Asien-Pazifik 41 Prozent aller weltweiten Auslieferungen entfallen, ist in Medienberichten zu lesen. Auf Nordamerika würden demnach nur 16 Prozent und auf Europa 20 Prozent der Auslieferungen entfallen. Airbus rechnet in den nächsten 20 Jahren mit einem Bedarf von rund 6000 Flugzeugen in China.

Vor diesem Hintergrund habe Airbus in China seine Produktionsstrategie erweitert, um zukünftig weitere Marktanteile zu erobern. So eröffnete der Airbus-Konzern kürzlich an der A320-Endmontage im chinesischen Werk Tianjin eine neue Anlage, in der Maschinen vom Typ A330 für China ausgestattet werden. Ein solches "Completion Center" sei in China auch für die A350 denkbar, wird Fabrice Brégier, Chef der Airbus Verkehrsflugzeugsparte zitiert.