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Starnberger See: Liegewiesen für 5000 Euro pro Quadratmeter

Der Starnberger See wird nicht rein zufällig auch als „Fürstensee" bezeichnet. Das Gewässer zog bereits zum Ende des 15. Jahrhunderts den gesamten Wittelsbacher Hofstaat an seine Gefilde. Zahlreiche Schlösser und Burgen entstanden im Laufe der Zeit. Und nicht zuletzt spielten sich hier wahre Dramen ab: Der sagenumwobene Bayern-König Ludwig II. fand unter bis heute mysteriösen Umständen in den Fluten seinen Tod.

Fürstlich sind auch die Preise der Grundstücke rund um die „Badewanne der Herzöge“. So wäre in Pöcking ein „einzigartiges Juwel" für 6,5 Millionen Euro im Angebot, und in Berg bietet ein Makler eine 900 Quadratmeter große Fläche für knapp zwei Millionen Euro an – wohlgemerkt: noch ohne Haus.
Das Preisniveau von Immobilien rund um den Starnberger See ist so hoch wie nur in wenigen anderen deutschen Gegenden.

„Wir haben zum Teil brutale Steigerungen. Bezahlt wird alles", sagt Dieter Sinning, Vorsitzender des Gutachterausschusses im Landratsamt, in der Süddeutschen Zeitung. Und ein Ende der Entwicklung sei nicht in Sicht. „Man fragt sich, wo das noch hinführt." Laut des Ausschussberichts sind innerhalb von zwei Jahren die Quadratmeterpreise von durchschnittlich 1800 auf 3200 Euro gestiegen – das sind nahezu 80 Prozent. Selbst Freizeitgrundstücke wie zum Beispiel Liegewiesen kosten bis zu 5000 Euro pro Quadratmeter.

Auch abseits der Extreme hält der Trend nach oben in fast allen Bereichen des Immobilienmarktes an. Laut Sinning sei die Nachfrage dennoch ungebrochen. Als Gründe nennt er die Nähe zu München sowie die Situation auf den Finanzmärkten, die Investitionen in Grund und Boden oft als die sinnvollste Alternative erscheinen lassen.


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