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Lufthansa und Alitalia starten Übernahme-Verhandlungen

Aktuellen Medienberichten zufolge sind der Lufthansa Chef Carsten Spohr und Air-Dolomiti-CEO Jörg Eberhard erneut in Rom mit dem Management der insolventen Alitalia für bereits konkrete Übernahmeverhandlungen zusammengekommen. Demnach dauerten die Verhandlungen bis am Freitagmorgen, 17. November, an.

Die Lufthansa Group ist bekanntlich an einer Teilübernahme von Alitalia interessiert und sei bereit dafür bis zu 250 Millionen Euro zu zahlen und rund 6000 der insgesamt 11.000 Alitalia-Mitarbeiter zu übernehmen. Die von der italienischen Regierung eingesetzten Sonderkommissare drängen angeblich auf eine Zahlung von mindestens 400 Millionen Euro und einen weitaus kleineren Arbeitsplatzabbau. Lufthansa und Alitalia sollen eine gewisse Verhandlungsbereitschaft signalisiert haben.

Konkret plane die Lufthansa Group eine Sanierung von Alitalia. So soll die aktuelle  Flugzeugflotte von 122 auf 100 reduziert werden. Des Weiteren wolle Lufthansa nur fliegendes Personal übernehmen. An den Bodendienstleistern von Alitalia habe der Lufthansa-Konzern kein Interesse. Zudem soll Rom ein Drehkreuz bleiben, der Airport in Mailand gehe für Punkt-zu-Punkt-Verkehre an die Lufthansa-Tochter Eurowings, heißt es in weiteren Medienberichten. Neben den Gesprächen mit der Lufthansa Group steht Alitalia offenbar auch in Verhandlungen mit sechs weiteren Kaufinteressenten.