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Europäische Immobilienmärkte unterbewertet?

Laut einer aktuellen Untersuchung des Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield sind zahlreiche Immobilienmärkte in Europa unterbewertet. Das Unternehmen analysierte insgesamt 122 europäische Büro-, Einzelhandels- und Logistikmärkte. Dabei wurden die Preise auf 65 Märkten als gerecht bewertet. Laut den Experten sind sie auf 30 Märkten als unterbewertet und auf 27 als überbewertet zu bezeichnen.

Insgesamt ging die Anzahl der unterbewerteten Märkte zwischen dem ersten und zweiten Quartal des Jahres zurück. Aufgrund der rückläufigen Immobilienrendite verkleinerte sich der Abstand zwischen den marktgerechten und den prognostizierten Renditen im zweiten Quartal. Aktuell ist der Immobilienmarkt in Moskau am unterbewertetsten. Im Bezug auf Einzelhandels- beziehungsweise Büroflächen liegt die russische Hauptstadt auf Platz eins beziehungsweise zwei. Sofia (Büro), Dublin (Logistik) und Barcelona (Logistik) vervollständigen die ersten fünf Plätze. Großbritannien mit einer von 28 Städten (Büromarkt in Bristol) und Frankreich mit zwei von zehn Städten (Logistikmarkt in Paris und Marseille) weisen die geringsten unterbewerteten Märkte auf.

Auf regionaler Ebene liegt das Gros der unterbewerteten Märkte mit einem Anteil von über 50 Prozent in Zentral- beziehungsweise Osteuropa. Besonders ausgeglichen ist das Verhältnis von marktgerecht bewerteten und unterbewerteten Märkten in Deutschland, den Beneluxländern und in den Randbereichen des Euroraums. Mark Unsworth, Head of EMEA Forecasting von Cushman & Wakefield, fasst die Ergebnisse der Untersuchung so zusammen: „Die neueste Studie zeigt, dass der Spielraum für Immobilienbewertungen im Core Marktsegment immer weiter eingeschränkt wird, da die Immobilienrenditen stetig fallen, was jedoch zu dem fortgeschrittenen Stand des Immobilienzyklus passt.“