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Cyber-Attacken auf Schiffe nehmen zu

Somalische Piraten sind nicht die einzige Gefahr, die Schiffe auf hoher See fürchten müssen. Immer häufiger sind große Schiffe auch durch Cyber-Attacken raffinierter Hacker bedroht. Nach der Kollision des US Navy Schiffs USS Fitzgerald mit einem Frachter 60 Meilen vor der Küste Japans im Juni dieses Jahres haben Gutachten von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten nun offenbart, dass die Kontrollsysteme von Schiffen anfällig für Cyber-Attacken sind.

Am 22. November gaben die Behörden sogar eine Warnung vor böswilligen Cyber-Angriffen auf die vernetzten Kontrollsysteme von Schiffen aus, die die klare Intention hätten, Kollisionen herbeizuführen, Schäden zu verursachen sowie die Steuerungskontrolle der anvisierten Schiffe zu übernehmen.

Auch im Falle des US Navy-Schiffs bestand der Verdacht, dass sich Cyber-Kriminelle in das GPS-System des Frachters gehackt hatten, um das Navigationssystem lahmzulegen und einen Zusammenstoß mit der USS Fitzgerald herbeizuführen.

Ein Sicherheitsexperte wies darauf hin, dass die Kontrollsysteme insbesondere deshalb manipulierbar sind, weil sie für den Datenaustausch das Internet nutzen. Auch Crew-Mitglieder können unbeabsichtigt mit infizierten Datenträgern das System an Bord beeinträchtigen. Deshalb rät er dazu, Personen, die mit diesen sensiblen Systemen an Bord arbeiten, eingehend zu überprüfen. Zudem empfehlen die Behörden den Reedereien, regelmäßig Sicherheitsschulungen mir Schwerpunkt auf Cyber-Risiken durchzuführen.

Generell ist es nach Auffassung der meisten Experten schwierig solche Cyber-Attacken in Gänze zu verhindern. Deshalb sollten Unternehmen einen Notfallplan und einen ausgewiesenen Cyber-Sicherheitsexperten an Bord haben. So können sie im Falle eines Hacker-Angriffs entsprechend reagieren und größeren Schaden vereiteln.