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Steigende US Öl-Exporte sind Segen für Tankerbesitzer

Der wachsende US-Ölexport entpuppt sich als großer Segen für Tankereigentümer – denn die Transportleistung stieg in den vergangenen Monaten beträchtlich an. Laut Berichten der amerikanischen Energiebehörde EIA erhöhte sich die Ausfuhr bis Ende September auf zwei Millionen Barrel pro Tag. Das bedeutet ein erhebliches Plus gegenüber 2016. Im Schnitt wurden im ersten Halbjahr knapp eine Million Barrel am Tag ins Ausland transportiert.

Ein Drittel der Exporte gingen dabei nach Kanada, während mehr als 20 Prozent über den Atlantik nach Europa verschifft wurden. Bedeutend wichtiger für den Tanker-Markt: Die Fernbeförderung in den asiatisch-pazifischen Raum stieg rasant – von 20.000 Barrel am Tag zwischen Januar und Juni 2016 auf mehr als 300.000 Barrel am Tag im Vergleichszeitraum dieses Jahres. Und die bisherigen Handelsfluss-Daten versprechen auch im dritten Quartal 2017 einen stabilen Export-Level. Der verstärkte Handel mit Asien ist eine Folge der Reduzierung der Fördermengen im Mittleren Osten und den damit verbundenen höheren Kosten für das Öl vom Golf.

Das US-Öl wird hauptsächlich mit VLCCs sowie Suezmaxe in Richtung Asien verschifft. Bisher mussten die VLCC-Ladungen allerdings von kleineren Schiffen umgeladen werden. Einige US-Häfen am Golf haben nun aber angekündigt ihre Liegeplätze für diesen Schiffstyp anzupassen, so dass er dort direkt be- oder entladen werden kann. Diese Verbesserung der Infrastruktur sowie der weiterhin steigende US-Ölexport könnten die Verluste durch die Kappung der Fördermengen durch die OPEC-Staaten im Mittleren Osten möglicherweise kompensieren.