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Bauherren zahlen häufig drauf

Teurer und langsamer. Damit lassen sich die Ergebnisse der „Bauherren - Studie 2017“ zusammenfassen, die das Beratungsunternehmen Almondia nun veröffentlicht hat. Für die Untersuchung befragt wurden mehr als 1.000 Personen, die entweder in den letzten fünf Jahren selbst gebaut haben oder dies in Zukunft vorhaben.

Die Ergebnisse erinnern an zahlreiche spektakuläre öffentliche Bauwerke, die zuletzt durch Negativschlagzeilen aufgefallen sind, wie den Berliner Flughafen oder die Elbphilharmonie in Hamburg. Denn: Wie bei den großen Bauten wurden auch im Kleinen weder Zeit- noch Budgetpläne eingehalten.

Konkret: In rund 70 Prozent der Fälle wurden die Häuser am Ende teurer als zunächst geplant. Und rund die Hälfte der Häuser wurden nicht im geplanten Zeitrahmen fertiggestellt – und konnten damit auch erst später bezogen werden. Die Folgen sind teils dramatisch. Während bei jedem dritten Haus die Baukosten letztendlich bis zu zehn Prozent über Plan lagen, waren es bei jedem fünften Neubau bis zu 20 Prozent und bei gut jedem zehnten Haus sogar bis zu 30 Prozent. In Zeiten geringer Eigenmittel kann dies mitunter dazu führen, dass der Traum vom eigenen Heim ausgeträumt ist, bevor er richtig begonnen hat.