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Smarte Schiffe werden Seefahrt verändern

Smarte Schiffe werden die Seefahrt grundlegend verändert – zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite Untersuchung von Nautilus International, Gewerkschaft und Berufsverband der zivilen Schifffahrt, die nun vorgestellt wurde.

So rechnen die Experten damit, dass die neue Generation der Hightech-Schiffe nur noch wenig Personal benötigt. Dieses aber hochqualifiziert und -spezialisiert ist. Die traditionelle Unterteilung der Bereiche Deck und Maschinenraum wird wohl zunehmend entfallen. Außerdem bestehen noch viele Fragen hinsichtlich der Auswirkungen der mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderung auf das soziale Leben sowie die physische und psychische Gesundheit der dann nur noch geringen Crewmitglieder an Bord. So könnte es durchaus sein, dass nicht nur die Maschinen überwacht werden, sondern die Sensoren auch die körperliche und geistige Verfassung des Personals aufzeichnen und übermitteln.

Nautilus-CTO David Appleton bezweifelt derzeit zwar den finanziellen Nutzen automatisierter Schiffe im Hinblick auf die niedrigen Personalkosten. Er verwies aber auch auf die verbesserte Sicherheit, die dank automatisierter Systeme in der Flugzeugindustrie erzielt wurde. Andererseits warnte er wiederum davor, aus der Automatisierung resultierende Risiken zu übersehen – hierzu zählen seiner Auffassung nach die Verschlechterung von Schlüsselkompetenzen, der Schreckeffekt bei Systemausfällen, vermindertes Situationsbewusstsein und alarmierende Ermüdungserscheinungen.

Grant Hunter, Head of Contracts and Clauses bei der Schifffahrtsorganisation BIMCO, bemerkte darüber hinaus, dass viele der derzeitigen internationalen Vereinbarungen mit dem Automatisierung-Konzept nicht harmonieren.