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EU Forschungsprogramm Clean Sky: Airbus entwickelt Laminarprofil für Flugzeugflügel

Medienberichten zufolge erforscht Airbus im Rahmen des EU-Forschungsprogramms „Clean Sky – Projekt BLADE“ das Potential von Laminarprofilen für die Flugzeugflügel von Passagiermaschinen. Diese besonders glatten und strömungsoptimierten Tragflächen sollen vor allem den Kerosinverbrauch und die CO2-Emissionen von Passagierflugzeugen verringern. Im französischen Tarbes durchlaufe das dafür optimierte Versuchsflugzeug, ein Airbus A340-300, bereits die letzten Bodentests.

Im Jahr 2008 startete das Projekt BLADE (Breakthrouh Laminar Aircraft Demonstrator in Europe), an dem 21 europäische Unternehmen und Forschungsinstitutionen unter Führung von Airbus zusammenarbeiten. Laut Medienberichten stehe dafür ein Budget von 180 Millionen Euro zur Verfügung, die Hälfte davon komme von Airbus. In das Projekt involviert sind unter anderem der schwedische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Saab sowie der britische Luftfahrtzulieferer GKN Aerospace, die für das Projekt jeweils zwei unterschiedliche und 10 x 4 Meter große Flügeloberschalen entwickelt und gebaut haben. Bei dem Flügel von Saab bestehen die Flügelvorderkante und die Oberschale aus einem einzigen Bauteil und kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK). Der Flügel der Firma GKN besteht aus zwei Bauteilen: einer Oberschale und einer damit verbundenen Metallvorderkante. Die Lieferung an Airbus erfolgte im Juli 2016. In einem neuen Hangar in Tarbes/Frankreich wurde dem A340-300 das äußere Drittel der alten Flügel gestutzt, um sie durch die neuen Laminarprofile zu ersetzen.

In Kürze, sprich in der zweiten Septemberhälfte 2017, soll die Flugerprobung des A340 mit den neuartigen Laminartragflächen starten. Airbus rechnet für Kurzstreckenflugzeuge mit einer Treibstoffeinsparung von bis zu fünf Prozent. Die Erkenntnisse aus BLADE sollen in die Flügelentwicklung für künftige Airbus-Schmalrumpfflugzeuge einfließen.