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Anmietung von Einzelhandelsflächen in Mittelstädten immer attraktiver

Die sogenannten „Mittelstädte“ werden bei Einzelhändlern immer beliebter. „Die Standorte jenseits der Big 10 sind seit geraumer Zeit im Fokus der Expansionsmanager", sagt Dirk Wichner, Head of Retail Leasing von Jones Lang LaSalle (JLL), einem führenden international tätigen Dienstleister rund um das Investment und Management von Gewerbeimmobilien.

Einen Grund sieht Wichner in dem „hohen Mietniveau“ der zehn bedeutendsten Einkaufsmetropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Dort seien die Mieten in den 1A-Lagen deutlich stärker als die Umsätze gestiegen. Als Folge gingen die Vermietungen von Einkaufsflächen im ersten Halbjahr 2017 deutlich zurück. Der Anteil am Gesamtvermietungsvolumen sank im Jahresvergleich von 35 Prozent auf 23 Prozent.

Die größte Attraktivität gehe zurzeit von Städten aus, die als Oberzentren Kaufkraft aus dem Umland anziehen. Von dieser Entwicklung profitieren laut JLL vor allem die Mittelstädte Münster, Bielefeld, Wiesbaden und Gießen. Für Investoren seien Ludwigsburg und Troisdorf, die im „GMA-Städteranking Einzelhandel 2017" den ersten Platz belegen, die Mittelstädte mit der höchsten Anziehungskraft. Eine attraktive Mischung aus Geschäften und Gastronomie, so Wichner, sei dabei für viele Städte das Rezept für nachhaltigen Erfolg.


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