Firmensitz der Dr. Peters Group

Chinesen investieren in Londoner Immobilienbranche

Großbritanniens Hauptstadt ist für Chinesen ein beliebtes Pflaster. So hat London nicht nur seine eigene Chinatown im Stadtteil Soho, sondern auch immer mehr Investoren zieht es „aus dem Land der Morgenröte“ an die Themse.

Die jüngste große Errungenschaft der Asiaten war der im Bankenviertel gelegene „Walkie-Talkie“-Wolkenkratzer. Er ist berühmt-berüchtigt dafür, dass er bei Sonneneinstrahlung mit seiner konkaven Glasfront Autos zum Schmelzen bringt. Käufer des 160 Meter hohen Glasriesen war die Lee Kum Kee-Group aus Hong Kong, die für den Erwerb 1,3 Milliarden Pfund bezahlte.

Den 225 Meter hohen „Cheesegrater“, auf deutsch „Käsereibe“, erwarb ein chinesischer Investor für 1,15 Milliarden Pfund. Die Adresse „122 Leadenhall Street“ ist eines von mehreren aktuell gebauten Hochhäusern in der „City of London“, dem historischen und wirtschaftlichen Zentrum der Metropole.

Im selben Stadtteil steht auch die wahrscheinlich längste Gewürzgurke der Welt. „The Gherkin“ ist 180 Meter hoch und wurde einst als Bürohaus des Rückversicherers Swiss Re erbaut. Noch in diesem Jahr will die Lee Kum Kee-Group das Gebäude erwerben, das in etwa soviel wie der „Cheesegrater“ kosten dürfte.

Einen möglichen Grund für das steigende Interesse sehen Experten im Brexit und dem dadurch abgewerteten Pfund. Zweifellos aber stellen die Londoner bei der Namensgebung ihrer Bürotürme britischen Humor unter Beweis.


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