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Innovation: Airbus, Rolls-Royce und Siemens entwickeln Hybrid-Elektro-Flugzeug

Medienberichten zufolge haben Airbus, Rolls-Royce und Siemens vergangene Woche bei einer Pressekonferenz der Royal Aeronautical Society in London/England ihre Zusammenarbeit für die Entwicklung eines innovativen Flugzeugkonzepts angekündigt: Demnach soll in den kommenden drei Jahren mit dem sogenannten E-Fan X ein Demonstrator für ein regionales, hybrid-elektrisches Flugzeug entstehen. "Wir sehen hybrid-elektrische Antriebe als zwingende Technologie für die künftige Luftfahrt,“ wird Paul Eremenko, CTO von Airbus in weiteren Medienberichten zitiert. Ziel des Projekts sei, diese Antriebsart bis Mitte der 2030er Jahre für künftige Regionalflugzeuge mit einer Kapazität von 50 bis 100 Passagieren voranzutreiben.

Der Erstflug für das hybrid-elektrische Flugzeug E-Fan X ist für 2020 geplant. Eine Maschine vom Typ BAe 146 soll dafür als fliegender Teststand dienen. Dabei soll zunächst eines der vier Triebwerke durch einen 2 MW starken Siemens-Elektromotor ausgetauscht werden. Im Heck des Flugzeugs werde zudem ein Rolls-Royce Turboprop-Triebwerk als Energielieferant für den E-Motor eingebaut. In Zukunft könne ein zweites Triebwerk durch einen Elektromotor ersetzt werden.

Solche hybrid-elektrische Antriebe sollen vor allem Treibstoffverbrauch deutlich reduzieren. Experten erwarten Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich. "Konventionelle Gasturbinen sind nicht in allen Flugphasen effizient. Bei hybrid-elektrischen Antrieben lässt sich Energie, die gerade nicht benötigt wird, speichern und beispielsweise beim Start nutzen,“ soll Mark Cousin, Head of demonstrators bei Airbus dazu gesagt haben. Des Weiteren sollen Lärmemissionen reduziert werden, was laut Paul Stein, CTO von Rolls-Royce ermöglichen würde, dass Start- und Landebahnen näher an Städte rücken können. Zudem habe die Technologie das Potential, den regionalen Massentransport von der Schiene in die Luft zu verlagern.