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Das Ende der Ära Air Berlin: Insolvenzabwicklung nach Resteverkauf an Easyjet

Air Berlin ist aufgeteilt: Nach den zuletzt bekanntlich zähen Verhandlungen least Easyjet 25 Flugzeuge von Air Berlin und stellt rund 1.000 Mitarbeiter ein. Die Maschinen sollen von Tegel aus operieren. Easyjet wird in Berlin zudem die bisherigen Air-Berlin-Slots sowie Buchungen übernehmen. Darüber informierte Air Berlin kürzlich in einer Pressemitteilung. Demnach haben Easyjet und Air Berlin sich über eine "Veräußerung bestimmter Vermögensgegenstände des aus Berlin-Tegel betriebenen Lufttransportgeschäfts der Air Berlin" geeinigt. Medienberichten zufolge beträgt der Gesamtkaufpreis rund 40 Millionen Euro. Die Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt verschiedener Genehmigungen.

In einer weiteren aktuellen Pressemitteilung informiert Air Berlin darüber, dass das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg am vergangenen Mittwoch die Insolvenzverfahren für die britische Air Berlin PLC, die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs-KG und die Air Berlin Technik GmbH eröffnet hat. Zudem sei über das Vermögen der Air Berlin-Technik GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Die Lufthansa Group, die bekanntlich die Air Berlin-Töchter Niki und LGW gekauft hat, habe die kartellrechtliche Überprüfung dafür in Brüssel beantragt. Die entsprechenden Unterlagen seien am Dienstag bei der EU-Kommission eingereicht worden, heißt es in weiteren Medienberichten. Zudem werde es doch eine Transfergesellschaft für bisherige Verwaltungsmitarbeiter von Air Berlin geben. Das hat die Gewerkschaft Verdi offiziell mitgeteilt.

Außerdem bemerkenswert: In den kommenden Monaten werde das Ende von Air Berlin zum Teil deutliche Angebotslücken in die Flugpläne der Flughäfen reißen, heißt es in weiteren Presseartikeln. Als Folge werde die Lufthansa AG wegen der enorm hohen Nachfrage zwischen Frankfurt und Berlin-Tegel beispielsweise auch Jumbojets einsetzen. Die erste Maschine vom Typ Boeing 747 landete Mittwochabend in Berlin.