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Schifffahrtsbranche muss umdenken

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat eine aktuelle Studie zur Schifffahrt vorgestellt. Für die bereits neunte „Reederstudie“ wurden dazu 105 Führungskräfte aus der deutschen Schifffahrt sowie der Transportwirtschaft befragt.

Kernpunkt der Betrachtung: Die fortschreitende Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und -prozesse deutscher Reeder. Glaubt man den Experten, stehen der Branche große und einschneidende Änderungen bevor.

So wird erwartet, dass Schifffahrtsunternehmen ihre internen Abläufe aufgrund der sich rasch ändernden Anforderungen sowohl anpassen wie auch modernisieren müssen. Außerdem gewinnt die Überwachung von Betriebsdaten aus der Ferne zunehmend an Bedeutung. Die PwC-Experten gehen ferner davon aus, dass sich die Rolle der Schifffahrtsunternehmen innerhalb der gesamten Transportkette verändern wird. Um zukünftig als attraktive Partner wahrgenommen zu werden, müssten Transportunternehmen zusätzliche Angebote entwickeln. Denn: Sich auf die Bereiche Transport und Ladungs-Abwicklung zu beschränken, wird in Zukunft nicht ausreichen, so das Team um Claus Brandt, Leiter des Kompetenzzentrums „Maritime Wirtschaft“ bei PwC.

Zum Thema „konjunkturelle Aussichten“ befragt, blicken die Entscheider der Branche durchaus optimistisch in die Zukunft. „Fast drei Viertel der von uns befragten Reeder gehen von einem wachsenden Ladungsaufkommen in den kommenden fünf Jahren aus. Sechs von zehn sehen ihr Unternehmen auf Wachstumskurs“, so Brandt. „Der Anteil unbeschäftigter Schiffe in den Flotten sinkt auf den niedrigsten Stand seit Jahren.“

Ebenfalls interessant ist die Einschätzung der Befragten zur Finanzierung der erforderlichen Investitionen in die Digitalisierung sowie die Flottenmodernisierung.  Dabei zählen die Reeder zukünftig weniger auf Bankkredite und setzen zukünftig verstärkt auf Direktinvestitionen. Konkret erwarten fast neun von zehn Entscheidern der Branche, dass Banken künftig weniger zur Finanzierung beitragen werden. Gleichzeitig glauben 72 Prozent an ein verstärktes Engagement institutioneller Investoren.


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