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Baubranche floriert

Am Bau läuft es – und zwar richtig. Das zumindest ist das Ergebnis der Zahlen, die das Statistische Bundesamt nun präsentierte. Demnach verzeichnete die Baubranche im September dieses Jahres das stärkste Neugeschäft seit 18 Jahren. Haupttreiber für diese Entwicklung sind laut den Experten die noch immer recht niedrigen Zinsen, die starke Nachfrage nach Immobilien sowie die „Tiefbau-Offensive“ des Bundes. Zuletzt war im vergangenen Jahrhundert – nämlich 1999 – ein höherer September-Wert verzeichnet worden.

Im Vergleich zum September 2016 wird der Anstieg deutlich: ganze 2,9 Prozent ging die Nachfrage nach „oben“ und wuchs damit auf rund sechs Milliarden Euro. Nach den ersten neun Monaten verbucht die Baubranche eine starke Bilanz. Auch im Vergleich der Jahreszeiträume gibt es ein deutliches Plus. Hier stieg das Volumen um 5,4 Prozent. Das Ifo-Institut kommentiert die Entwicklung wie folgt: „Mittelfristig wird das Wachstum zwar deutlich an Schwung verlieren. Gleichwohl dürften im Wohnungs- und im Infrastrukturbau auch langfristig umfangreiche Investitionen erfolgen. Ursachen für die Entwicklung in Europa sind das robuste Wirtschaftswachstum und die positiven Folgen für Haushaltseinkommen, Unternehmensgewinne und öffentliche Finanzlage.“

In Deutschland profitiert das Bauhauptgewerbe seit längerer Zeit vom aktuellen Immobilienboom. So war der Umsatz im Jahr 2016 bereits das sechste Jahr in Folge gestiegen. Für 2017 erwarten die Unternehmen, die sich hauptsächlich mit dem Bau von Häusern, Gebäuden und Straßen beschäftigen, den höchsten Umsatz seit 20 Jahren.